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Baustopp für Neubau des Hamburger Schwanenwesens

Das Hamburger Schwanenwesen soll eine moderne Dienststelle bekommen. Doch es gibt Probleme auf der Baustelle am Eppendorfer Mühlenteich. Nun wurde ein Baustopp verhängt.

Von dpa

04.09.2026

Hamburgs Alsterschwäne verbringen die Winter stets in einem Winterquartier. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

Hamburgs Alsterschwäne verbringen die Winter stets in einem Winterquartier. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Der Bau der neuen Dienststelle für das Hamburger Schwanenwesen und die Wildtierrettung ist vorerst gestoppt worden. „Durch die schwierigen Bodenverhältnisse hatten sich auf der Baustelle an der Erikastraße zuletzt Verzögerungen ergeben. Nun sollen zunächst alternative Bauweisen geprüft werden“, sagte eine Sprecherin des Bezirksamtes Hamburg-Nord der Deutschen Presse-Agentur. 

Gleichzeitig werde mit Blick auf die möglichen Kosten das gesamte Projekt auf den Prüfstand gestellt. Eine entsprechende Kosten-Nutzen-Analyse finde derzeit statt. 

Auf der Kippe stehe der Neubau indes nicht. Vielmehr sollen den Angaben zufolge mit entsprechend angepassten Planungen die Voraussetzungen geschaffen werden, um das Projekt weiterführen zu können. „Denn klar ist weiterhin: Der Standort des Schwanenwesens soll einen wichtigen Beitrag zur Wildtierrettung sowie zum Seuchen- und Katastrophenschutz für ganz Hamburg leisten. Das ist ein Gewinn - nicht nur für Hamburg-Nord, sondern für die ganze Stadt.“

Mittlerweile etwa doppelt so hohe Kosten veranschlagt 

Aufgrund des Abrisses des alten Gebäudes und der Bauarbeiten für den Neubau hatten die Alsterschwäne zuletzt nicht wie sonst üblich am Eppendorfer Mühlenteich überwintert, sondern waren im Stadtteil Ohlsdorf in der rund fünf Kilometer entfernten Wildtierstation des Hamburger Schwanenwesens untergebracht. Während der Umbauarbeiten arbeitet auch das Schwanenwesen-Team primär von seiner Wildtierstation in der Wellingsbütteler Landstraße aus. 

Ursprünglich sollte der Hauptsitz des Schwanenwesens, das Schwanenquartier, bis 2027 umgebaut werden. In der Zeit sollte ein Mehrzweckgebäude neu entstehen. Auch soll es mehr Platz für die Land- und Wasserfahrzeuge des Teams um den sogenannten Schwanenvater Olaf Nieß geben. Zuletzt waren die prognostizierten Kosten von 3,6 Millionen Euro auf 7,2 Millionen Euro gestiegen. Das hatte der Bund der Steuerzahler kritisiert. 

Schwanenwesen hegt und pflegt die Tiere seit 17. Jahrhundert

Das 1674 als städtische Dienststelle eingeführte Schwanenwesen ist nicht nur für die Alsterschwäne zuständig, die in Hamburg als ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt gelten und deshalb besonders gehegt und gepflegt werden. Die Mitarbeitenden kümmern sich auch um hilflose Wildtiere, die im Stadtgebiet gefunden werden, und um den Umweltschutz rund um die Alster.

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