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Bannewitzer Goldschatz an Vereine überreicht

Ein märchenhafter Fund wird zum Geldsegen für Ehrenamtler: Die sächsische Gemeinde Bannewitz hat ihren Goldschatz an lokale Vereine und Initiativen verschenkt.

Von dpa

04.05.2026

Die Dresdner Polizei übergab das gefundene Gold dem Bannewitzer Bürgermeister Heiko Wersig, der es direkt an Vereine weiterreichte.Robert Michael/dpa

Die Dresdner Polizei übergab das gefundene Gold dem Bannewitzer Bürgermeister Heiko Wersig, der es direkt an Vereine weiterreichte.Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Gut sechs Monate nach dem spektakulären Fund ist der Bannewitzer Goldschatz lokalen Vereinen überreicht worden. „Es ist ein Dankeschön für eure Arbeit bei uns in der Gemeinde. Ihr seid der Kit unserer Gesellschaft“, sagte Bürgermeister Heiko Wersig bei der Übergabe in Dresden. 

Der Erlös aus dem Verkauf der zehn Goldbarren je einer Feinunze, also etwa 31 Gramm, solle laut Gemeinderatsbeschluss der Gemeinschaft und dem Zusammenhalt zugutekommen. Die voraussichtlich 38.000 Euro teilen sich 30 Vereine aus der im Süden Dresdens gelegenen 11.000 Einwohner-Kommune auf, darunter Feuerwehrvereine, Karnevals-, Musik- und Tanzvereine und auch Jugendclubs.

Gold bei Mäharbeiten entdeckt

Im vergangenen Oktober hatte ein Gemeindemitarbeiter bei Mäharbeiten den ungewöhnlichen Fund gemacht. Da niemand glaubhaft nachweisen konnte, der rechtmäßige Eigentümer zu sein, ging das Gold nach Ablauf der sechsmonatigen Finderfrist in den Besitz der Gemeinde über. Bürgermeister Wersig reicht es direkt an Vereinsvertreter weiter.

Polizei macht keinen Eigentümer ausfindig

Polizeisprecher Thomas Geithner sprach bei der Übergabe von einem rätselhaften Fall. Die Ermittler prüften mögliche Verbindungen zu Straftaten und gingen 37 Hinweisen von Privatpersonen und bundesweiten Polizeidienststellen nach. Sogar ein Mann aus Madeira habe sich gemeldet, sagte Geithner. Er hatte Gold per Post verschickt, das nie bei seinem Ziel ankam. Aber auch in diesem Fall ergab sich keine Verbindung zum Bannewitzer Goldfund. 

Bei der Ostsächsischen Sparkasse werden die Barren nun auf Echtheit geprüft. In den nächsten Tagen sollen die Vereine dann das Geld aus dem Ankauf erhalten.

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