BVB-Statement vor XXL-Wochen: Kovac verlängert bis 2029
Der BVB startet mit einem Champions-League-Spiel unter ungewohnten Bedingungen in strapaziöse Wochen mit acht Spielen binnen 24 Tagen. Zuvor verkündet der Club eine wichtige Personalentscheidung.
Für Niko Kovac geht es als Trainer bei Borussia Dortmund weiter bis 2029. (Archivbild)Christian Charisius/dpa
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Borussia Dortmund startet mit einem wichtigen Zeichen in die XXL-Reise- und Strapazen-Wochen. Vor dem Champions-League-Vorrundenmatch am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) bei FK Bodö/Glimt 80 Kilometer nördlich des Polarkreises verkündete der Bundesligazweite die Vertragsverlängerung von Trainer Niko Kovac. Der 54-Jährige soll seine Arbeit bei den Schwarz-Gelben zunächst bis zum 30. Juni 2029 fortsetzen.
„Die Verlängerung mit Niko ist auch ein klares Zeichen für Konstanz und Stabilität bei Borussia Dortmund“, sagte BVB-Sportchef Lars Ricken, der vor zwei Wochen selbst erst zusammen mit seinen Geschäftsführerkollegen Carsten Cramer und Thomas Treß beim Revierclub verlängert hatte.
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Die Verlängerung von Kovac galt als Formsache, auch wenn der gebürtige Berliner Anfang 2025 zunächst mit Skepsis im Umfeld empfangen worden war. Auch der pragmatische Spielstil unter dem Kroaten passt nicht jedem. Dennoch sprechen die Zahlen für Kovac. In 53 Bundesliga-Partien sammelte der BVB unter ihm 114 Punkte. Mit einem Punkteschnitt von 2,15 Zählern ist er der erfolgreichste Trainer in der BVB-Geschichte.
Kein BVB-Trainer sammelte bislang mehr Punkte im Schnitt
„Mit Niko Kovac befinden wir uns seit seinem Amtsantritt vor etwas mehr als anderthalb Jahren auf einem sehr guten Weg“, sagte Ricken. Nach der Trennung vom glücklosen Nuri Sahin stabilisierte Kovac die Dortmunder zunächst und führte sie erneut in die Champions League. „Wir sehen großes Potenzial und sind überzeugt, dass wir gemeinsam mit voller Überzeugung und großer Entschlossenheit noch viel erreichen können“, sagte Kovac, der mit Eintracht Frankfurt 2018 den DFB-Pokal und mit Bayern München 2019 das Double aus Pokal und Meisterschaft gewann.
In der aktuellen Saison stehen die Dortmunder nach fünf Spieltagen punktgleich mit dem SC Freiburg auf Platz zwei der Liga. Das unglückliche 2:2 am vergangenen Freitag gegen Werder Bremen verhinderte die Verteidigung der Tabellenführung. „So ärgerlich das alles ist, so unnötig das auch alles ist, gilt es jetzt auch weiterhin die Mannschaft zu stärken, weiter das Vertrauen auszusprechen“, sagte Ricken.
11.300 Flugkilometer in sechs Tagen
Insofern scheint die Verkündung der Vertragsverlängerung gerade jetzt konsequent. Der BVB steht vor wichtigen Wochen und acht Spielen binnen 24 Tagen. „Wir haben jetzt Bodö, dann kommen wir einen Tag zurück, dann fliegen wir nach Berlin und kommen einen Tag zurück. Dann können wir schon wieder nach Aserbaidschan“, sagte Ricken zu den Reisestrapazen der kommenden Tage mit zwei extrem Auswärtsspielen in der Königsklasse des europäischen Fußballs. Dabei fallen rund 11.300 Reisekilometer in nur sechs Tagen an.
Gleich zum Start dieser extremen Phase wartet am Mittwoch indes ein unangenehmes Spiel beim norwegischen Vizemeister. In der Kleinstadt jenseits des Polarkreises muss der BVB auf Kunstrasen antreten. „Das ist natürlich ganz anders, der Ball wird schneller, die Bewegungen werden vielleicht bisschen langsamer aussehen als sonst“, sagte Nationalverteidiger Waldemar Anton.
Kunstrasen ließ schon Topclubs verzweifeln
Immerhin kann der BVB vor dem Wintereinbruch in Bodö antreten, doch der frühere Bundesliga- und aktuelle Nationaltrainer Norwegens warnte bereits. „Fußball auf Kunstrasen ist einfach anders“, sagte Stale Solbakken im Interview der „Ruhr Nachrichten“: „Man wird leichter ausgespielt, weil man auf Kunstrasen nicht so entschlossen in die Zweikämpfe gegen kann.“
In der vergangenen Saison holte Bodö/Glimt ein 2:2 in Dortmund. (Archivbild)Bernd Thissen/dpa
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In der Vorsaison spielte der BVB in der Champions-League-Vorrunde daheim bereits nur 2:2 gegen die Norweger. „Sie sind zuhause deutlich stärker als auswärts“, merkte der frühere Kölner Coach Solbakken an. Das erfuhren in der vergangenen Saison bereits Manchester City, Inter Mailand und Sporting Lissabon, die allesamt bei Bodö/Glimt verloren.
Die BVB-Führung um Sportchef Lars Ricken, Clubchef Carsten Cramer und Sportdirektor Ole Book vertraut Niko Kovac. (Archivbild)Bernd Thissen/dpa
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