Aufruf von Verdi: Personal an DRK Kliniken im Streik
An den DRK Kliniken in Berlin sind Pflegerinnen und Pfleger in den Streik getreten. Vor dem Arbeitsgericht ging es am Abend um die Organisation des Ausstands.
Die DRK Kliniken Berlin betreiben vier Krankenhäuser, ein Hospiz und eine stationäre Pflegeeinrichtung. (Archivbild)Gregor Fischer/dpa
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Teile des Pflegepersonals und andere Beschäftigte an den vier Berliner DRK Kliniken sind am Morgen in einen Streik getreten. Der Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi für Dienstag und Mittwoch richtete sich an das gesamte Personal außer den Ärzten, insgesamt rund 2.500 Beschäftige, darunter auch Therapeutinnen und Handwerker. Wie viele sich tatsächlich beteiligten, stand zunächst nicht fest. Der Ausstand habe aber zu Einschränkungen in der Versorgung geführt, teilte eine Verdi-Sprecherin mit.
Die Arbeitgeberseite hatte gegen den Arbeitskampf eine einstweilige Verfügung vor dem Berliner Arbeitsgericht eingereicht. Dort einigten sich beide Seiten am Abend auf ein Konzept für eine verbindliche Mindestbesetzung und Quotenregelungen für die Zeit des Streiks. Die Arbeitgeberseite hatte Verdi zuvor vorgeworfen, die von der Gewerkschaft vorgeschlagene Notdienstvereinbarung gefährde die Versorgung der Patienten. Verdi betonte hingegen, mit derselben Notdienstverordnung sei schon vor zwei Jahren gestreikt worden und es habe keine Probleme gegeben.
Mit dem Vergleich vor dem Arbeitsgericht dürfte der Ausstand am Mittwoch wie geplant weitergehen. Die Gewerkschaft fordert Entgelterhöhungen von fünf Prozent im Jahr 2026 und weiteren fünf Prozent im Jahr 2027.
Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den DRK Kliniken laufen seit Juli 2025, Ende Dezember 2025 endete die Friedenspflicht. Die DRK Kliniken Berlin betreiben vier Krankenhäuser, ein Hospiz und eine stationäre Pflegeeinrichtung.