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Nach Angriff auf Ticketkontrolleure: Verdächtiger in Haft

Nach dem Angriff auf zwei Ticketkontrolleure in Pforzheim sitzt ein 17-Jähriger in Haft. Sein mutmaßlicher Komplize ist noch flüchtig. Was die Ermittler bisher wissen.

Von dpa

18.03.2026

Ein ebenfalls dringend tatverdächtiger 19-Jähriger sei noch auf der Flucht, hieß es weiter. (Symboldbild)Marijan Murat/dpa

Ein ebenfalls dringend tatverdächtiger 19-Jähriger sei noch auf der Flucht, hieß es weiter. (Symboldbild)Marijan Murat/dpa

© Marijan Murat/dpa

Mehrere Tage nach einem Angriff auf zwei Fahrkartenkontrolleure ist einer der beiden mutmaßlichen Täter gefasst und festgenommen worden. Der 17-Jährige soll die Kontrolleure am Freitag vergangener Woche in Pforzheim mit Pfefferspray attackiert haben, um seinem Begleiter die Flucht vor den Ticketprüfern zu ermöglichen. 

Gegen den Jugendlichen wurde nach Angaben der Polizei Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der besonders schweren räuberischen Erpressung und der gefährlichen Körperverletzung erlassen. Ein ebenfalls dringend tatverdächtiger 19-Jähriger sei noch auf der Flucht, hieß es weiter.

So soll es abgelaufen sein

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler wollten die Ticketprüfer vor dem Angriff in einen Bus steigen. Vermutlich, um einer Kontrolle zu entgehen, rannten daraufhin zwei Fahrgäste aus dem Fahrzeug und stießen das vor den Türen stehende Kontrollpersonal zu Boden. 

Im weiteren Verlauf gelang es einem der Prüfer demnach, einen Flüchtenden am Bein festzuhalten. Um sich loszureißen, habe dieser dem Kontrolleur ins Gesicht geschlagen. Außerdem soll der 17-jährige Verdächtige mehrfach Pfefferspray in Richtung der Fahrkartenkontrolleure gesprüht haben. Die beiden Angreifer konnten zunächst flüchten. 

An diese Tat erinnert der Angriff 

Die Sicherheit von Zugbegleitern steht nach einem tödlichen Angriff in einem Regionalzug im Februar verstärkt im Fokus. In Rheinland-Pfalz war damals ein 36 Jahre alter Zugbegleiter von einem Fahrgast bei einer Ticketkontrolle mit Faustschlägen gegen den Kopf so schwer verletzt worden, dass er später starb. Die Tat löste bundesweit Entsetzen und eine Debatte über die Sicherheit von Personal im öffentlichen Nahverkehr aus.

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