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Aminati über Krebs: „Wir können Kindern nichts vormachen“

Bei Patrice Aminati wurde schwarzer Hautkrebs festgestellt. Medikamente will sie nicht vor den Augen ihrer Tochter nehmen. Doch die Dreijährige bekommt mehr mit, als ihre Mutter gedacht hätte.

Von dpa

20.06.2026

Patrice Aminati war zu Gast bei der Krebs-Convention „YES!CON“.Carsten Koall/dpa

Patrice Aminati war zu Gast bei der Krebs-Convention „YES!CON“.Carsten Koall/dpa

© Carsten Koall/dpa

Die an Krebs erkrankte Influencerin und Moderatorin Patrice Aminati (31) kann vor ihrer Tochter eigenen Worten zufolge nicht verbergen, wenn es ihr schlecht geht. „Dein Kind spürt dich, spürt leider mehr, als ich das gedacht habe“, sagte Aminati bei einem Gespräch mit der Paralympics-Sportlerin Elena Semechin, die ebenfalls mit einer Krebsdiagnose lebt.

Sie nehme etwa ihre Medikamente morgens und abends immer „heimlich“, sagte Aminati bei der Krebs-Convention „YES!CON“ in Berlin. Doch beim Spielen mit ihren Spielzeug-Pferden habe ihre dreieinhalb Jahre alte Tochter dann gesagt: „Hier, du bekommst Medizin. Mama nimmt auch viele Tabletten.“ 

„Ein Schlag in die Magengrube“

Die 31-Jährige sagte: „Das war ein Schlag in die Magengrube, weil ich mir dachte: Wir können Kindern nichts vormachen. Natürlich verstehen sie nicht jedes Wort, aber sie spüren dich.“ Es sei eine unfassbar schwierige Situation. Zum einen schenkten Kinder Kraft. Wenn man pflegebedürftig sei und Schmerzen habe, sei es aber auch wichtig, ein Netz zu haben, das einen unterstütze.

Bei Aminati wurde vor drei Jahren schwarzer Hautkrebs diagnostiziert. Eine vollständige Heilung ist nach ihren Worten ausgeschlossen. Im Dezember hatte Aminati die Trennung von ihrem Ehemann bekanntgegeben, dem Fernsehmoderator Daniel Aminati (52). 

Angst vor Wiedersehen nach Krankenhaus

Ihre Tochter sei ein halbes Jahr alt gewesen, als sie ihre Diagnose erhalten habe, sagte Aminati. Sie habe immer das große Glück gehabt, in der Nähe ihrer Eltern zu leben, die ihr selbstverständlich die Kleine abgenommen hätten. „Ich wollte immer präsent sein“, führte sie aus. Persönlich habe sie ihr Kind nicht mit ins Krankenhaus nehmen wollen.

Aminati wurde mit dem „Ring of Courage“ geehrt.Carsten Koall/dpa

Aminati wurde mit dem „Ring of Courage“ geehrt.Carsten Koall/dpa

© Carsten Koall/dpa

Als ihre Tochter etwas größer gewesen sei, habe sie nach einem Krankenhausaufenthalt große Angst vor dem Wiedersehen gehabt, erzählte Aminati. Sie habe befürchtet, für sie fremd zu wirken. „Ich wollte nicht, dass sie mich so sieht.“ Bei einem Treffen im Park sei sie dann aber auf sie zugekommen, „als wäre keine Sekunde vergangen“.

Die Influencerin wurde bei der „YES!CON“ mit dem „Ring of Courage“ ausgezeichnet, der ihr Engagement für die Enttabuisierung von Krebs sowie ihren Einsatz für Aufklärung und Prävention ehrt.

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