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„Akt der Selbstbefreiung“: Weimer lobt Sturm auf Stasi 1990

Im Zuge der friedlichen Revolution besetzten mutige DDR-Bürger die Zentrale des gefürchteten Geheimdiensts in Lichtenberg. 36 Jahre später erinnert der Kulturstaatsminister daran.

Von dpa

15.01.2026

Bei der Besetzung der Stasi-Zentrale ging einiges zu Bruch. (Archivbild)ZB/ADN/dpa

Bei der Besetzung der Stasi-Zentrale ging einiges zu Bruch. (Archivbild)ZB/ADN/dpa

© ZB/ADN/dpa

In Erinnerung an den Sturm auf die Stasi-Zentrale 1990 hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer den Mut der Beteiligten gewürdigt. „Dieser Moment war ein Akt der Selbstbefreiung“, erklärte der parteilose Politiker in Berlin. „Spätestens hier war klar: Die DDR war Geschichte.“

Am 15. Januar vor 36 Jahren hatten Tausende Menschen das Gelände der Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg besetzt. Es war eine symbolische Übernahme des in der DDR gefürchteten Geheimdiensts. Sie half, mehr als 100 Regalkilometer Stasi-Akten zu sichern. 

Die Besetzung habe den Grundstein für die staatliche und persönliche Aufarbeitung der Verfolgung in der SED-Diktatur gelegt, erklärte Weimer. Millionen Interessierte hätten ihre Akten eingesehen und Einblick in die Bespitzelung der Stasi genommen. 

„Die konsequente Aufarbeitung des SED-Unrechts sowie die Vermittlung der Geschichte der SED-Diktatur - insbesondere an junge Menschen - sind für uns heute von zentraler Bedeutung“, betonte der Beauftragte für Kultur und Medien. „Sie ermöglichen ein Erinnern für eine Zukunft in Freiheit, Demokratie und Würde.“

Millionen von Akten der ehemaligen DDR-Staatssicherheit wurden gesichert. (Archivbild)Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Millionen von Akten der ehemaligen DDR-Staatssicherheit wurden gesichert. (Archivbild)Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

© Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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