AfD-Spende – CDU beantragt Ausschluss von Kommunalpolitiker
Als CDU-Mitglied spendete Bernd Prange der AfD in Sachsen-Anhalt 10.000 Euro. Einen Austritt aus der CDU erklärte er nicht – jetzt muss ein Parteigericht entscheiden.
Im August war bekanntgeworden, dass Bernd Prange insgesamt 10.000 Euro an die AfD gespendet hat. (Archivbild)Matthias Bein/dpa
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Nach Spenden über insgesamt 10.000 Euro an die AfD hat der CDU-Kreisverband Stendal den Parteiausschluss des Kommunalpolitikers Bernd Prange beantragt. „Trotz der öffentlichen Verkündigungen hat er seinen Austritt aus der CDU nicht erklärt. Der Kreisvorstand hat deshalb, aufgrund der finanziellen Spende an die AfD sowie des Beitritts in die AfD-Kreistagsfraktion, den Ausschluss aus der Partei beim Parteigericht beantragt“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Chris Schulenburg dem „Focus“.
„Das Gericht entscheidet nun über das weitere Verfahren“, sagte Schulenburg auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Im August war bekanntgeworden, dass Prange der AfD zweimal 5.000 Euro gespendet hatte. Auf Nachfrage der dpa bestätigte Prange die beiden Spendenzahlungen damals, wollte sich aber nicht näher dazu äußern.
In einem Brief an die Landes-CDU, aus dem die „Magdeburger Volksstimme“ damals zitierte, begründet Prange seine Spende mit „tiefer Sorge um unser Land“. Zugleich sprach er eine Wahlempfehlung für die AfD aus. Er warf der CDU vor, sich Schritt für Schritt nach links zu bewegen.
Prange ist Fuhrunternehmer und zudem Ortsbürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe in der Verbandsgemeinde Seehausen. Er war auch Mitglied der CDU-Fraktion im Stendaler Kreistag, inzwischen ist er zur AfD-Fraktion gewechselt.