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1. FC Union feiert 60. Geburtstag: „Menschen sind der Club“

Feuerwerk, Festzelt und 4.000 feiernde Mitglieder: Union Berlin zelebriert an der Alten Försterei seinen 60. Geburtstag. Präsident Zingler spricht von den speziellen Werten des Clubs.

Von dpa

20.01.2026

Die Fans von Union Berlin veranstalteten ein riesiges Feuerwerk zum Club-Geburtstag. Matthias Koch/dpa

Die Fans von Union Berlin veranstalteten ein riesiges Feuerwerk zum Club-Geburtstag. Matthias Koch/dpa

© Matthias Koch/dpa

Dem imposanten Feuerwerk der Fans am Ufer der Dahme folgte die große Sause im Festzelt an der Alten Försterei und ein neuer Vertrag für eine Club-Legende. Der 1. FC Union Berlin hat zu seinem 60. Geburtstag eine große Party gefeiert und den Verbleib von Kapitän Christopher Trimmel für ein weiteres Jahr perfekt gemacht. 

Präsident Dirk Zingler unterschrieb mit Trimmel den Vertrag des Österreichers auf der Festbühne. Der 38-Jährige geht in der kommenden Saison in sein 12. Jahr bei den Eisernen. 

Zuvor hatte Club-Chef Zingler in einem lockeren Gespräch mit Medienchef Christian Arbeit vor den rund 4.000 Vereinsmitgliedern des Fußball-Bundesligisten die gesellschaftliche Relevanz des Vereins betont - über den Profisport hinaus. 

„Wir sind gewachsen, nicht nur in der Profiabteilung, sondern auch in der sozialen Verantwortung in der Stadt. Das bedeutet mir persönlich sehr viel“, sagte der 61-Jährige, der den Verein seit 2004 anführt. 

Auf dem Parkplatz vor dem Stadion in Köpenick hatte der Verein ein großes Zelt aufbauen lassen. Die Bundesliga-Teams der Männer und Frauen wurden von den Partygästen enthusiastisch gefeiert. Steffen Baumgart und Ailien Poese richteten als Chefcoaches wie Zingler einige Worte an die jubelnden Fans. 

Für den ersten Knalleffekt der Geburtstagsparty hatten aber die Ultras gesorgt, als sie um Mitternacht ein riesiges Feuerwerk quer durch Köpenick zündeten. Am Abend war das Stadion an der Alten Försterei dann festlich geschmückt. 

Union-Präsident Dirk Zingler (r.) im Gespräch mit Medien-Chef Christian Arbeit (l.). Matthias Koch/dpa

Union-Präsident Dirk Zingler (r.) im Gespräch mit Medien-Chef Christian Arbeit (l.). Matthias Koch/dpa

© Matthias Koch/dpa

Der 1. FC Union Berlin war im Januar 1966 gegründet worden, als in der DDR zahlreiche Fußball-Clubs entstanden. Die Ursprünge des Vereinsfußballs reichen allerdings bis 1906 zum SC Union Oberschöneweide zurück. Mittlerweile ist Union mit 71.000 Mitgliedern der größte Berliner Verein. 

Mehr als „Profitfußball“

Zingler ging in seiner Rede auch auf seine Anfänge als Präsident ein, als im ersten Jahr der Abstieg in die Oberliga hingenommen wurde. Diese Zeit des „Tingelns über die Dörfer“ sei auch wichtig gewesen. Es wurde der Grundstein gelegt für das Verständnis für den Club „über den Profitfußball“ hinaus, betonte der Unternehmer. Auch heute versteht sich Union oft als Gegenmodell zum (Fußball-)Mainstream.

In der DDR wurde Union Berlin 1968 Pokalsieger. Nach der Wiedervereinigung erreichte man 2001 das DFB-Pokalfinale, verlor aber 0:2 gegen Schalke 04. Die große Erfolgsstory begann mit dem Bundesliga-Aufstieg 2019 und gipfelte im Einzug in die Champions League mit Spielen gegen Real Madrid (0:1/2:3) im Jahr 2023. Anschließend folgte eine sportliche Delle. Unter Baumgart hat sich die Mannschaft im Mittelfeld der Bundesliga stabilisiert. 

„Menschen sind der Club“

Für Zingler ist der soziale Charakter wichtig. Der gemeinsame Stadionausbau mit den Fans als Handwerkern oder das gemeinschaftliche Schneeschippen wir kürzlich vor dem Spiel gegen Mainz 05 nannte er als Beispiele. „Die Menschen sind der Club, das ist mir wichtig“, sagte Zingler.

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