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Volleyballer bei EM vor Revanche: „Noch eine Rechnung offen“

Im Achtelfinale bekommen die Deutschen eine schwere Prüfung: Gegen den Vizeweltmeister, der auch noch 12.000 Fans im Rücken hat. Trotzdem ist das Team optimistisch. Es gibt aber auch Sorgen.

Von David Langenbein, dpa

18.09.2026

Auf die Kombination zwischen Brehme (r) und Zimmermann wird es auch gegen Bulgarien ankommen. (Archivbild)Julius Frick/dpa

Auf die Kombination zwischen Brehme (r) und Zimmermann wird es auch gegen Bulgarien ankommen. (Archivbild)Julius Frick/dpa

© Julius Frick/dpa

Es wird ein hitziges Achtelfinal-Duell für die deutschen Volleyballer gegen Gastgeber und Vizeweltmeister Bulgarien - mit der Chance auf eine Revanche. „Auf jeden Fall haben wir noch eine Rechnung offen. Ich glaube, jeder kann sich erinnern an das Spiel bei der WM“, sagte Mittelblocker Anton Brehme vor dem K.-o.-Spiel am Samstagabend (18 Uhr/sporteurope.tv) in Sofia. „Ich denke, das gibt uns auch extra Motivation, da noch mal ein bisschen mehr draufzulegen.“

Bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hatten die Bulgaren um den überragenden Außenangreifer Aleksandar Nikolov den deutschen Medaillenhoffnungen beim 0:3 direkt im ersten Spiel einen herben Dämpfer verpasst. Die Südosteuropäer stürmten dann überraschend bis ins Finale. 

„Ich würde sagen, die Bulgaren sind schon auf ähnlichem Niveau, wenn nicht sogar besser als letztes Jahr“, schätzt der 27-jährige Brehme. „Auf jeden Fall müssen wir unser bestes Spiel abliefern bei der EM, um eine Chance zu haben.“ 

Die Deutschen sind gegen den Vizeweltmeister auf Revanche aus. (Archivbild)Julius Frick/dpa

Die Deutschen sind gegen den Vizeweltmeister auf Revanche aus. (Archivbild)Julius Frick/dpa

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Brehme: „Da ist mehr Adrenalin im Spiel“

Dazu hat der Gegner dieses Mal noch die eigenen Fans im Rücken. Die Atmosphäre soll aber auch den Deutschen Energie geben. „Die Halle wird voll sein. Das ist für alle auch etwas Cooles. Ich mag das sehr gerne - da ist mehr Adrenalin im Spiel“, sagte Brehme. „Wenn 12.000 Bulgaren gegen uns pfeifen oder ihr Team unterstützen, spielt man automatisch mit noch mehr Energie. Das heizt die Stimmung auf, und darauf freuen wir uns.“

Die Deutschen setzen auch auf die eigenen Fortschritte seit der Niederlage im letzten Jahr. Mit vier Siegen aus vier Spielen war die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes in die letzte Gruppenpartie gegen Olympiasieger Frankreich gegangen. Da gab es dann aber eine kleine Klatsche. 

„Wir konnten dem nichts so richtig entgegensetzen, vor allem hatten wir ungewöhnlich viele Probleme in der Annahme“, räumte Ruben Schott ein. Ob das Spiel wirklich Sorgen für das Achtelfinale machen muss, ist fraglich. Zumindest wirkten die Deutschen nicht übermäßig beunruhigt. 

Der nächste bittere Ausfall

Dem Olympiasieger gelang fast alles. Die Franzosen waren aber auch deutlich frischer als die DVV-Männer. Beim deutschen Team und Bundestrainer Massimo Botti gab es durchaus Ärger über den Spielplan. Bis auf die Schweiz und Deutschland bekamen alle Teams mehrere Tage Pause in der Vorrunde. „Es war auch eine ziemliche Qual“, sagte Brehme.

Die Deutschen gewannen in der Vorrunde vier von fünf Spielen. (Archivbild)Julius Frick/dpa

Die Deutschen gewannen in der Vorrunde vier von fünf Spielen. (Archivbild)Julius Frick/dpa

© Julius Frick/dpa

Viel schwerer wiegt der nächste Ausfall. Weltklasse-Zuspieler Johannes Tille hat sich den Mittelfuß gebrochen. Für ihn ist die EM vorbei. Zuvor hatte schon Außenangreifer Moritz Karlitzek das Team verlassen müssen. Anführer Georg Grozer konnte wegen körperlicher Probleme gar nicht erst mitfahren. Kapitän Zimmermann wird als Zuspieler beginnen.

Einen verschlafenen Start wie gegen Frankreich können sich die Deutschen gegen Bulgarien jedenfalls nicht leisten. „Es ist ein Do-or-die-Spiel. Das heißt auch emotional und mental müssen wir voll am Start sein“, sagt Schott. Die Vorrunde machte ihm Mut. „Im Vorfeld habe ich gesagt, dass wir eine Turnier-Mannschaft sind, und das hat sich jetzt wieder bestätigt.“

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