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Vier Spiele Sperre drohen: Brunners Kopf-ab-Geste untersucht

Nach der umstrittenen Geste von Monacos Paris Brunner beim Torjubel gegen Straßburg wird nun die Disziplinarkommission eingeschaltet.

Von dpa

14.09.2026

Dem früheren U17-Welt- und Europameister Paris Brunner von AS Monaco droht ein Nachspiel wegen eines provokanten Torjubels.Sebastien Bozon/AFP/dpa

Dem früheren U17-Welt- und Europameister Paris Brunner von AS Monaco droht ein Nachspiel wegen eines provokanten Torjubels.Sebastien Bozon/AFP/dpa

© Sebastien Bozon/AFP/dpa

Die provokante Geste beim Torjubel des früheren U17-Welt- und Europameisters Paris Brunner zum 1:1 der AS Monaco bei Racing Straßburg hat ein Nachspiel. Wie der Nationale Ethikrat als unabhängige Organisation des französischen Fußballverbands mitteilte, wird sich die Disziplinarkommission der französischen Profiliga mit dem Fall befassen. Dem früheren Dortmunder droht eine Sperre von vier Spielen, falls sein Verhalten als einschüchternd oder bedrohlich eingestuft werden sollte.

Was war passiert? Der deutsche Angreifer deutete bei dem Liga-Spiel gegen Straßburg am Samstag nach seinem sehenswerten Ausgleichstreffer in der 71. Minute auf die Straßburg-Fans zugerichtet einen Schnitt durch die Kehle an, wie auf den TV-Bildern zu sehen war. Die Anhänger der Gastgeber reagierten mit einem Pfeifkonzert, eine Strafe für Brunner auf dem Platz gab es nicht.

Das sagt der Präsident des Nationalen Ethikrats

„Unserer vorläufigen Einschätzung nach könnte die Geste des Spielers einen Verstoß gegen den in der Ethik-Charta festgeschriebenen Grundsatz des vorbildlichen Verhaltens darstellen. Ich möchte jedoch betonen, dass wir den Fall nicht beurteilen. Das wird die Disziplinarkommission tun – ebenso wie die Frage, ob überhaupt eine Sanktion ausgesprochen werden muss“, wurde der Präsident des Nationalen Ethikrats, Frédéric Thiriez, von der französischen Sportzeitung „L’Équipe“ zitiert.

Brunner hatte sich von den Racing-Anhängern provoziert gefühlt. „Sie haben über meine Familie, meine Mutter und meinen Vater gesprochen. Ich konnte diejenigen sehen, die mich beleidigt haben“, hatte der Fußball-Profi nach der Partie gesagt.

„Nach dem Tor waren sehr viele Emotionen im Spiel, vor allem nach einem solchen Treffer. Ich wollte nicht respektlos sein“, erklärte der 20-Jährige. Für Brunner, der 2024 vom BVB nach Monaco gewechselt war, war es bereits der fünfte Pflichtspiel-Treffer in dieser Saison und das dritte Tor in der französischen Ligue 1.

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