Tennis

Stich über Williams-Comeback: „Warum kommt sie zurück?“

Michael Stich kann die Rückkehr von Serena Williams auf die große Tennisbühne nicht nachvollziehen. Warum hält er das für problematisch – und was sagt Barbara Rittner dazu?

Von dpa

26.06.2026

Michael Stich sieht das Comeback von Serena Williams kritisch. (Archivbild)Frank Molter/dpa

Michael Stich sieht das Comeback von Serena Williams kritisch. (Archivbild)Frank Molter/dpa

© Frank Molter/dpa

Der frühere Wimbledon-Sieger Michael Stich sieht das Comeback von Rekord-Grand-Slam-Siegerin Serena Williams beim Rasenklassiker in London kritisch. Die Leistungen der 44-jährigen US-Amerikanerin seien früher absolut außergewöhnlich gewesen. „Sie hat eine unfassbare Karriere, das steht außer Frage. Aber warum muss sie zurückkommen und wieder spielen? Ich krieg’s in meinen Kopf nicht rein“, sagte Stich bei einer Presserunde von Amazon Prime. Williams habe nicht den Hauch einer Chance auf den Titel im All England Lawn Tennis and Croquet Club.

Die zweifache Mutter Williams kehrt nach vier Jahren Pause zurück, spielte zuletzt in Berlin in der Doppel-Konkurrenz. Nun startet sie dank einer Wildcard beim dritten Grand Slam des Jahres, den sie siebenmal gewann, auch im Einzel. Der langjährigen Nummer eins der Welt wurde die 20-jährige Australierin Maya Joint zugelost. Zudem ist Williams im Doppel mit ihrer Schwester Venus am Start. 

Zwei Meinungen über Williams

Die Euphorie um die Rückkehr der US-Amerikanerin kann Stich nicht nachvollziehen, für das Damen-Tennis sei es aus seiner Sicht nicht gut. „Ich finde für die anderen Spielerinnen ist es nichts Positives, weil ihnen Aufmerksamkeit genommen wird von einer Spielerin, die outstanding ist, die aber nicht den Hauch einer Chance hat, Wimbledon zu gewinnen“, sagte der 57-Jährige. Für die anderen Spielerinnen, „denen die ganze Aufmerksamkeit genommen wird, ist es doch fürchterlich“, sagte Stich.

Ex-Profi Barbara Rittner (52) sieht das anders. Das Comeback von Williams kreiere „so viel Aufmerksamkeit, dass auf jeden Fall alle nach Wimbledon und zum Tennis gucken. Und wenn es nur für das eine Match ist, ist es gut“, sagte die frühere Bundestrainerin.

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