Wintersport

Ski-Ass Straßer im Schneetreiben von Bormio weit zurück

Linus Straßer hat im Olympia-Slalom kaum noch Chancen auf eine Medaille. Ein Norweger legt mit Startnummer eins die Bestzeit vor, etliche andere Topfahrer haben bei schwierigen Bedingungen Probleme.

Von dpa

16.02.2026

Linus Straßer hat im Olympia-Slalom nur noch geringe Medaillenchancen.Michael Kappeler/dpa

Linus Straßer hat im Olympia-Slalom nur noch geringe Medaillenchancen.Michael Kappeler/dpa

© Michael Kappeler/dpa

Skirennfahrer Linus Straßer hat im olympischen Slalom nur noch geringe Chancen auf eine Medaille. Der WM-Dritte geht mit 1,41 Sekunden Rückstand auf die Podestplätze ins Finale (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Im ersten Durchgang lag der Münchner damit zwischenzeitlich auf Rang zwölf. „Es ist nicht einfach, Kurssetzung, Sicht, der Hang. Du könntest mich noch zehnmal runterfahren lassen, ich wüsste nicht, ob ich schneller fahren könnte. Es ist immer so ein bisschen frustrierend, solche Rennen“, sagte Straßer im ZDF.

Die Bestzeit fuhr bei dichtem Schneefall und schwierigen Sichtverhältnissen in Bormio der Norweger Atle Lie McGrath - er war 2,35 Sekunden schneller als Straßer. Zweiter ist zur Halbzeit der Schweizer Weltmeister Loic Meillard (+0,59), Dritter überraschend der Österreicher Fabio Gstrein (+0,94). 

Etliche Topfahrer mit Problemen

McGrath profitierte angesichts der äußeren Umstände auch von seiner frühen Startnummer eins. Zahlreiche Topfahrer hatten Probleme. Der für Brasilien startende Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen etwa schied aus - genau wie der Franzose Paco Rassat und der Finne Eduard Hallberg, zwei Entdeckungen der laufenden Saison. Auch der französische Titelverteidiger Clement Noel liegt als Siebter schon 1,96 Sekunden hinter McGrath.

Straßer ist seit Jahren die größte deutsche Slalom-Hoffnung. Nach einem Materialwechsel im Sommer sucht der 33-Jährige in dieser Saison aber noch die richtige Abstimmung und fuhr im Weltcup erst einmal auf das Podest.

Auch die Winterspiele in Norditalien drohen aus deutscher Sicht damit ohne eine einzige Männer-Einzelmedaille zu Ende zu gehen.

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