Wintersport

Nach Schnee-Chaos: Straßer verpasst Slalom-Medaille

Linus Straßer hat mit den Podestplätzen im Olympia-Slalom nichts zu tun. Etliche Topfahrer verabschieden sich bei schwierigen Bedingungen schon im ersten Durchgang. Ein Schweizer siegt.

16.02.2026

Verpasste die Podestplätze deutlich: Deutschlands Slalom-Ass Linus Straßer.Michael Kappeler/dpa

Verpasste die Podestplätze deutlich: Deutschlands Slalom-Ass Linus Straßer.Michael Kappeler/dpa

© Michael Kappeler/dpa

Skirennfahrer Linus Straßer hat im teils chaotischen Olympia-Slalom eine Medaille verpasst. Der WM-Dritte belegte beim Sieg des Schweizer Weltmeisters Loic Meillard in Bormio nur Rang neun. Die deutschen Alpin-Männer beenden damit die nächsten Winterspiele ohne eine Einzelmedaille. Die bislang letzten hatte Markus Wasmeier mit seinen Triumphen im Super-G und im Riesenslalom 1994 im norwegischen Lillehammer geholt.

Der überraschend starke Österreicher Fabio Gstrein sicherte sich mit 0,35 Sekunden Rückstand auf Meillard Silber, Bronze ging an den Norweger Henrik Kristoffersen (+1,13). Dessen Teamkollege Atle Lie McGrath führte nach dem ersten Lauf, schied nach einem Fahrfehler im Finale dann aber aus und stapfte tief enttäuscht von der Piste erst einmal Richtung Wald.

Holte seine dritte Medaille bei den Spielen in Italien: Loic Meillard.Michael Kappeler/dpa

Holte seine dritte Medaille bei den Spielen in Italien: Loic Meillard.Michael Kappeler/dpa

© Michael Kappeler/dpa

Etliche Topfahrer scheiden im Schneetreiben aus

Der erste Durchgang des Slaloms in Norditalien verlief chaotisch. Weniger als die Hälfte der knapp 100 Starter erreichte das Ziel. Schneefall erschwerte die Sicht, die Kurssetzung erwies sich als anspruchsvoll. Auch etliche Topfahrer schieden aus. Der für Brasilien fahrende Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen etwa - genau wie der Franzose Paco Rassat und der Finne Eduard Hallberg, zwei Entdeckungen der laufenden Saison.

Er wisse nicht, wie er schneller fahren könnte, sagte Straßer als Halbzeit-Zwölfter. Das sei schon „ein bisschen deprimierend“. Im Finale waren die Bedingungen besser, der 33-Jährige kam zumindest noch in die Top Ten.

Straßer ist seit Jahren der beste deutsche Slalomfahrer, bei den Spielen in Italien gehörte er aber trotzdem nicht zu den Favoriten. Nach einem Materialwechsel im Sommer sucht der Münchner noch nach der richtigen Abstimmung und fuhr in diesem Winter erst einmal auf ein Weltcup-Podest.