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Ricarda Funk verpasst Medaille bei Kanuslalom-WM

Ricarda Funk hat im Kanuslalom alles erreicht. Sie hat Höhen und Tiefen erlebt. Nach einer besonders schweren Saison hat sich die Olympiasiegerin zurückgekämpft. Die WM-Medaille verpasst sie knapp.

Von dpa

23.07.2026

Ricarda Funk hat bei der Kanuslalom-WM in Oklahoma City Platz fünf belegt. Dan Himbrechts/AAP/dpa

Ricarda Funk hat bei der Kanuslalom-WM in Oklahoma City Platz fünf belegt. Dan Himbrechts/AAP/dpa

© Dan Himbrechts/AAP/dpa

Ricarda Funk hat bei der Kanuslalom-Weltmeisterschaft in Oklahoma City die Medaille verfehlt. Für die 34 Jahre alte Olympiasiegerin von Tokio reichte es nach Gold 2021 und 2022 diesmal für Platz fünf. „Ich war im Modus, war auf Angriff gepolt, leider den ersten entscheidenden Move nicht getroffen. Es tut weh“, sagte Funk. Den Titel holte sich einmal mehr die dreimalige Olympiasiegerin Jessica Fox, die im Vorjahr ihre Heim-WM in Australien wegen einer Tumor-Operation an der Niere verpasst hatte. Zweite wurde Amerikanerin Evy Leibfarth vor der Britin Kimberley Woods. 

Zurück auf Kurs dank Klopp

Funk hatte schwere Zeiten durchlebt. Nach ihrem Olympia-Patzer 2024 in Paris hätten sie viele Menschen getragen. „Der Rückhalt war unglaublich“, sagte sie. Doch in der Vorsaison kamen Zweifel. Sie brauchte Hilfe, um sich selbst und ihre Liebe zum Kanuslalom wiederzufinden. Sie tauschte sich mit anderen Spitzensportlern aus anderen Sportarten aus. 

Auch dank des von der Sporthilfe bereitgestellten Programms „Matchplan“, das in Zusammenarbeit mit Jürgen Klopp ins Leben gerufen wurde. Es war für die Studentin angewandter Psychologie eine Reise zurück zu sich selbst. Sie strahlte wieder, hatte Lust auf ihren Sport - auch wenn der Einzel-Wettkampf für sie ein bitteres Ende parat hatte. 

Apel und Hegge scheitern mit 50er-Strafe

Die Vorzeigeathletin vom KSV Bad Kreuznach hatte am Donnerstag auf der rasanten 305 Meter-Strecke als einzige Deutsche das Finale der besten Zwölf erreicht. Dafür reichte ihr ein neunter Platz im Halbfinale. Emily Apel (KS Augsburg) bekam eine 50-Sekunden-Strafe und wurde nur 26. Vereinskollege Noah Hegge, in Paris noch Olympia-Dritter im Kajak-Cross, schied ebenfalls wegen eines angeblich nicht korrekt befahrenen Tores als Halbfinal-23. aus. Der Einspruch der Deutschen wurde abgelehnt. Stefan Hengst (KR Hamm) kam zwar ohne Berührung durch, mehr als Platz 18 vor WM-Debütant Christian Stanzel (Augsburger KV) war nicht drin.

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