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Hockey-Männer ziehen in WM-Zwischenrunde ein - Frauen bangen

Die deutschen Hockey-Männer lösen bei der WM in Wavre durch ein 1:0 gegen Gastgeber Belgien vorzeitig das Zwischenrunden-Ticket. Die Frauen brauchen hingegen noch einen Sieg fürs Weiterkommen.

Von dpa

17.08.2026

Titelverteidiger Deutschland steht nach dem Sieg gegen Belgien vorzeitig in der Zwischenrunde. Dirk Waem//dpa

Titelverteidiger Deutschland steht nach dem Sieg gegen Belgien vorzeitig in der Zwischenrunde. Dirk Waem//dpa

© Dirk Waem//dpa

Die deutschen Hockey-Männer stehen vorzeitig in der Zwischenrunde der Weltmeisterschaft in Wavre. Der Titelverteidiger gewann auch sein zweites Gruppenspiel mit 1:0 (0:0) gegen Co-Gastgeber Belgien. Der Mannheimer Jakob Brilla (39. Minute) nutzte vor 9.900 Zuschauern in der nahezu ausverkauften Hockey-Arena die erste Strafecke zur Führung. „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte der Matchwinner. In der ersten Hälfte hatte Torhüter Jean-Paul Danneberg (11./20.) den Europameister vor einem Rückstand bewahrt, ehe seine Abwehr gleich alle sechs Strafecken souverän ablief. „Das hat mich unglaublich gefreut und zeigt, was wir defensiv draufhaben“, äußerte der Schlussmann.

Der Olympia-Zweite trifft nun am Mittwoch (17.00 Uhr/MagentaSport) im abschließenden Gruppenspiel auf Frankreich. Zum Auftakt besiegte die DHB-Auswahl Malaysia mit 5:1. „Es waren sehr schwierige Bedingungen, da mussten wir uns reinarbeiten, haben aber dem Druck standgehalten“, sagte Bundestrainer André Henning. „Wir wollen den Flow des Turniers halten und ausbauen. Das Spiel hat trotzdem Potenzial, auch noch Sachen besser zu machen.“

Frauen brauchen Sieg gegen die USA fürs Weiterkommen

Zuvor hatten die deutschen Frauen mit 2:3 (0:1) gegen Argentinien verloren. Den späten Siegtreffer besorgte Agustina Gorzelany (56. Minute/Strafecke), zuvor hatte der EM-Zweite durch Tore von Lisa Nolte (51.) und Sonja Zimmermann (53./Strafecke) einen 0:2-Rückstand ausgeglichen. „Das trifft uns sehr hart, dass wir jetzt als Verlierer vom Platz gehen“, sagte Nolte. „Wir haben extrem gut gekämpft, da ist es noch frustrierender, jetzt ohne Punkte dazustehen.“ 

Die Südamerikanerinnen waren bereits nach 68 Sekunden durch Eugenia Trinchinetti (2./Strafecke) in Führung gegangen, ehe Gorzelany (48.) nach einem umstrittenen Siebenmeterpfiff erhöhte. Eine besondere Partie war es für Lucina von der Heyde: Die gebürtige Argentinierin, die bei der WM 2018 noch für ihr Heimatland auflief, bestritt nach ihrem Nationenwechsel ihr zehntes Länderspiel für Deutschland.

Nun muss die DHB-Auswahl am Mittwoch (14.00 Uhr/MagentaSport) das letzte Vorrundenspiel gegen die noch ungeschlagenen USA gewinnen, um die Zwischenrunde zu erreichen. Bundestrainerin Janneke Schopman, die den Gegner gut aus ihrer dortigen Amtszeit kennt, blickt voraus: „Ich bin stolz auf unsere heutige Leistung. Es wird darauf ankommen zu kämpfen, geduldig zu bleiben und gut zu verteidigen.“ Den Auftakt hatten die deutschen Frauen mit 3:0 gegen Schottland gewonnen.

Lisa Nolte sorgte gegen Argentinien für den 1:2-Anschlusstreffer.Dirk Waem/Belga/dpa

Lisa Nolte sorgte gegen Argentinien für den 1:2-Anschlusstreffer.Dirk Waem/Belga/dpa

© Dirk Waem/Belga/dpa

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