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Europas Turnverband hebt Sanktionen gegen Russland auf

Die flaggen- und hymnenlose Zeit für Sportler aus Russland und Belarus ist auch im europäischen Turnen vorbei.

Von dpa

24.05.2026

Kann künftig wieder mit russischer Flagge posieren: Angelina Melnikowa. (Archivbild)Hiro Komae/AP/dpa

Kann künftig wieder mit russischer Flagge posieren: Angelina Melnikowa. (Archivbild)Hiro Komae/AP/dpa

© Hiro Komae/AP/dpa

Nach dem Turn-Weltverband (Fig) hat auch European Gymnastics alle Sanktionen gegen Sportler aus Russland und Belarus aufgehoben. Mit sofortiger Wirkung dürfen Turnerinnen und Turner wie die russische Tokio-Olympiasiegerin Angelina Melnikowa auch auf europäischer Ebene wieder unter eigener Flagge antreten und bei Siegen mit der Hymne geehrt werden. Das habe das Exekutivkomitee des Verbandes bei einem Online-Meeting entschieden. Auf einem kurzfristig angesetzten außerordentlichen Online-Verbandstag soll der Beschluss bestätigt werden.

Damit folgt European Gymnastics einem Beschluss des Weltverbandes. Dieser hatte am 18. Mai alle seit Februar 2022 geltenden Beschränkungen für russische und belarussische Sportlerinnen und Sportler mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Die Sanktionen waren wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verhängt worden. Belarus ist Unterstützer der Aggression.

Zuvor Start als „individuelle neutrale Athleten“

Seit 2024 durften Russen und Belarussen als sogenannte „individuelle neutrale Athleten“ starten. Voraussetzung dafür war, dass die Sportler und auch deren Betreuer keine „Beteiligung oder Verbindung mit der Russischen Föderation oder der Republik Belarus, ihren jeweiligen Nationalverbänden oder Nationalen Olympischen Komitees“ haben.

Bei den vergangenen Turn-Weltmeisterschaften in Jakarta hatte die 25 Jahre alte Melnikowa als neutrale Athletin die Titel im Mehrkampf und im Sprung gewonnen.

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