Erst auf Klo eingesperrt, dann kein Podium für Kajak-Vierer
Für Vierer-Kajak-Rückkehrer Tom Liebscher-Lucz lief der Saisonauftakt nur suboptimal. Erst musste er eine Tür aufbrechen, dann war das Paradeboot der Deutschen nicht schnell genug am Start.
Der deutsche Kajak-Vierer kam beim Weltcup-Auftakt in Szeged nur auf Platz fünf. (Archivbild)Ebrahim Noroozi/AP/dpa
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Das deutsche Paradeboot Kajak-Vierer hat zum Auftakt der Weltcupsaison das Podium deutlich verpasst. Das Olympiasieger-Boot von 2024 in Paris fuhr in der Besetzung Max Rendschmidt, Max Lemke, Jacob Schopf und Tom Liebscher-Lucz nur auf Rang fünf. Den Sieg beim Heim-Weltcup holten sich souverän die Ungarn vor den Australiern. Das deutsche Boot verpasste Platz drei, der an Litauen ging, nur um 0,05 Sekunden. Hauchdünn dazwischen platzierten sich auf der 500-Meter-Distanz noch die Portugiesen.
„Am Start haben wir leider zu viel liegenlassen, in der Weltspitze wird das bestraft. Die zweite Rennhälfte hatten wir die zweitbeste Zeit, das war dann schon besser“, meinte Chefbundestrainer Arndt Hanisch.
Olympiasieger vor Rennen auf Klo eingesperrt
Für Liebscher-Lucz, der in der Vorsaison den Sprung ins Boot verpasst hatte, war es ohnehin ein gebrauchter Saisonauftakt. Vor dem Halbfinale am Freitag war er auf der Toilette eingesperrt. Selbst ein Anruf kurz vor dem Start brachte keine Hilfe. So musste der Modellathlet die Tür mit seiner kräftigen Schulter aufbrechen.
Beim Saisonauftakt kam der neu formierte deutsche Frauen-Vierer mit Paulina Paszek, Finja Hermanussen, Nele Reinwardt und Pauline Jagsch nur auf Rang acht. Besser machte es Neuling Caroline Heuser, die im Kajak-Einer über 1000 Meter nach einem starken Schlussspurt mit Platz drei überraschte. „Also wenn man sich diese Qual am Ende schon antut, soll es sich schon auch lohnen“, meinte Heuser.