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„Er sollte weg“: Auch Watzke fordert Infantino-Aus

Die Forderungen nach einer Ablösung des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino werden immer lauter und deutlicher. Jetzt gibt es auch eine prominente deutsche Stimme.

Von dpa

17.09.2026

Fordert die Ablösung von FIFA-Präsident Gianni Infantino: DFB-Vize Hans-Joachim Watzke. (Archivbild)Florian Wiegand/dpa

Fordert die Ablösung von FIFA-Präsident Gianni Infantino: DFB-Vize Hans-Joachim Watzke. (Archivbild)Florian Wiegand/dpa

© Florian Wiegand/dpa

Nach DFB-Chef Bernd Neuendorf hat auch Ligapräsident Hans-Joachim Watzke eine Ablösung des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino gefordert. „Er sollte weg. Ohne Wenn und Aber“, sagte Watzke beim „Big Bang KI Festival“ in Berlin und nannte zur Begründung vor allem drei Kritikpunkte an dem Schweizer: die Verleihung des sogenannten FIFA-Friedenspreises an US-Präsident Donald Trump. Die Aussetzung der Sperre für den US-Stürmer Folarin Balogun bei der Fußball-WM. Und Infantinos wieder zurückgezogenen Plan, WM-Rechte für eine Milliardensumme an private Investoren aus dem Trump-Umfeld zu verkaufen.

„Völlig wahnsinnig“, nannte Watzke das. „Kein Mensch weiß das, seine Vizepräsidenten in der FIFA wussten nichts, das Council wusste nichts.“ Eine Fußball-Weltmeisterschaft laufe „wie geschnitten Brot“, so Watzke. „Warum willst du da Investoren? Brauchst du gar nicht. Die FIFA sitzt auf einem riesigen Geldberg, der eigentlich uns gehört, den Nationalverbänden, und wofür dann Investoren? Warum soll ich denen 20, 30 Prozent mitgeben, wenn das Ding läuft?“

Immer mehr Infantino-Gegner in Europa

Seit dem Bekanntwerden der Investoren-Pläne steckt Infantino in der größten Krise seiner mehr als zehnjährigen Amtszeit an der Spitze des Fußball-Weltverbands. Der 56 Jahre alte Schweizer möchte sich 2027 zwar zur Wiederwahl stellen. Einen erneuten Wahlsieg will aber vor allem die Europäische Fußball-Union UEFA verhindern.

Der 67 Jahre alte Watzke sitzt im Exekutivkomitee der UEFA und ist außerdem Präsident von Borussia Dortmund, DFB-Vizepräsident, Vorsitzender des Bundesliga-Aufsichtsrats sowie Ligapräsident des Bundesliga e.V. Landesverbände wie die Franzosen, Italiener oder Niederländer haben sich bereits gegen Infantino gestellt. Und auch DFB-Präsident Neuendorf sagte in einem Interview von RTL/ntv: Es sei „wichtig, dass dieses System Infantino auch beendet wird.“

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