Biathletin Fichtner auch im Massenstart mit starker Leistung
Nur einen Fehler leistet sich Marlene Fichtner bei 20 Schuss. Nach einem energischen Schlusssprint belohnt sich die 22-Jährige mit dem besten Weltcupergebnis ihrer jungen Karriere.
Marlene Fichtner überzeugte auch im Massenstart. (Archivbild)Björn Larsson Rosvall/TT News Agency/AP/dpa
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Marlene Fichtner hat beim Biathlon-Weltcup in Kontiolahti für das nächste Achtungszeichen gesorgt. Zwei Tage nach Rang fünf im Einzel lief die 22-Jährige im Massenstart auf einen starken vierten Platz. Nach dem letzten Schießen ging Fichtner hinter der führenden Julia Simon als Zweite nahezu zeitgleich mit Anna Magnusson und Einzelsiegerin Elvira Öberg in die Schlussrunde. Mit den beiden Schwedinnen konnte sie nicht mithalten, aber mit einem energischen Schlussspurt setzte sich Fichtner gegen zwei noch heranstürmende Konkurrentinnen durch und bejubelte das nächste Topergebnis.
„Ich bin froh, dass es so gut gelaufen ist. Ich habe versucht, bei mir zu bleiben und mutig die Sache anzugehen. Ich bin stolz, dass es so gut geklappt hat“, sagte Fichtner im ZDF. Dass sie nach dem vierten Schießen zu den Besten gehörte, hatte sie gar nicht mitbekommen. „Ich bin um einfach mein Leben gerannt“, sagte die vor Freude strahlende Fichtner. Das tolle Ergebnis im Einzel habe sie bestärkt: „Das ist befreiend, wenn man so eine Platzierung stehen hat.“
Andere Deutsche nicht in Top Ten
Nach einer Strafrunde hatte Fichtner 14,9 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Französin Simon. Die dreimalige Antholz-Olympiasiegerin verwies nach einem Fehlschuss mit einem Vorsprung von 5,6 Sekunden Einzelsiegerin Elvira Öberg (zwei Fehler) auf Rang zwei. Magnusson (ein Fehler) lag als Dritte 8,9 Sekunden zurück.
Die anderen deutschen Skijägerinnen verpassten den Sprung in die Top Ten. Vanessa Voigt landete nach 12,5 Kilometern und zwei Fehlschüssen auf Position zwölf. Selina Grotian (drei Fehler) wurde 15. und Janina Hettich-Walz (drei) landete auf Rang 17.
Zum Abschluss stehen am Sonntag die Staffel der Frauen (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) und der Massenstart der Männer (16.55 Uhr) auf dem Programm.
Die dreimalige Olympiasiegerin Julia Simon war nicht zu schlagen. (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa
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