Wissenschaft

Verdi verlangt 250 Euro mehr für Beschäftigte im Großhandel

Die Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel wollen mehr Geld. Die Gewerkschaft hat die konkreten Forderungen nun bekanntgegeben. Im April starten die Tarifverhandlungen.

Von dpa

18.03.2026

Die Friedenspflicht endet zum 30. April, ebenso wie die Laufzeit des Tarifvertrages. Tom Weller/dpa

Die Friedenspflicht endet zum 30. April, ebenso wie die Laufzeit des Tarifvertrages. Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Tarifforderungen für die mehr als 429.000 Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel beschlossen. Löhne und Gehälter sollen um 7 Prozent steigen, mindestens aber um 250 Euro pro Monat, wie die Gewerkschaft mitteilte. Bei den Ausbildungsvergütungen fordert Verdi eine Erhöhung um 150 Euro. Angestrebt wird eine Laufzeit von zwölf Monaten.

„Der Groß- und Außenhandel ist ein stiller Riese unserer Wirtschaft – ohne ihn würde in vielen Bereichen nichts mehr laufen“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Henrike Eickholt. Die Beschäftigten stünden seit Jahren unter enormem Druck. Steigende Lebenshaltungskosten träfen auf körperlich belastende Arbeit und hohe Anforderungen im Alltag. 

Die Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite beginnen am 17. April in Düsseldorf. Die Friedenspflicht, während der keine Warnstreiks möglich sind, läuft laut Verdi noch bis Ende April. Der Großhandel ist die deutlich größere der beiden Branchen.

Die Tarifbindung ist vergleichsweise gering. Der Gewerkschaft zufolge arbeiteten im Jahr 2024 nur 29 Prozent der Beschäftigten im Großhandel bei einem tarifgebundenen Arbeitgeber.

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