Metall-Beschäftigte in NRW legen Arbeit nieder
Nach dem Ende der Friedenspflicht sind Beschäftigte in Dutzenden NRW-Betrieben in den Warnstreik getreten. Am Dienstag will die IG Metall die Aktionen ausweiten.
Warnstreiks in zahlreichen Betrieben sollen die Arbeitgeber von der Entschlossenheit der Gewerkschaft IG Metall überzeugen. Pia Bayer/dpa
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Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben Beschäftigte in Dutzenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen ihren Forderungen mit Warnstreiks Nachdruck verliehen. Nach dem Ende der Friedenspflicht traten sie mit Beginn der Frühschichten am Montagmorgen in den Ausstand. Am Dienstag will die Gewerkschaft IG Metall die Aktionen noch einmal ausweiten. Dann seien Beschäftigte in 240 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie zum Warnstreik aufgerufen.
Die Gewerkschaft fordert von den Arbeitgebern, ein deutlich besseres Angebot vorzulegen. Mit den Warnstreiks wolle man deutlich machen, dass die Beschäftigten spürbar bessere Konditionen erwarten, teilte die IG Metall mit.
In NRW sind rund 640.000 Menschen in der Branche beschäftigt. Die dritte Verhandlungsrunde ist nach Angaben der IG Metall für den 9. November geplant.
Forderung und Angebot liegen noch weit auseinander
Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde ein erstes Angebot vorgelegt. Es sieht eine Einmalzahlung und in einem zweiten Schritt eine Erhöhung der Entgelte um 1,3 Prozent bei einer Laufzeit von 26 Monaten vor. Begründet wurde die Offerte mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland. Die IG Metall fordert unter anderem fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
Das Angebot der Arbeitgeber liege weit unter der Inflation, obwohl die Wirtschaft erste Signale der Erholung sende, sagte IG-Metall-Verhandlungsführer Knut Giesler laut einer Mitteilung. „Das werden wir nicht akzeptieren.“ Das Angebot gleiche weder die gestiegenen Lebenshaltungskosten aus noch biete es Perspektiven für Investitionen, Beschäftigungssicherung und die Zukunft der Industriestandorte.