Der Alltag wird teurer, aber nicht mehr so stark wie zuvor
Wer im Supermarkt ganz normal einkauft, der dürfte an der Kasse mehr Geld zahlen müssen als früher. So weit, so normal - so ist es nun mal mit der Inflation. Doch es gibt eine gute Nachricht.
Einkaufe auf dem Wochenmarkt - auch dort dürften die Preise etwas höher sein als früher.Sebastian Kahnert/dpa
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Die Inflationsrate ist gesunken. Wie das Landesstatistikamt in Düsseldorf mitteilte, lag die Teuerung in Nordrhein-Westfalen im Juni bei 2,1 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Mai. Im März und April hatte die Inflationsrate bei jeweils 2,7 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Kostensituation für die Verbraucherinnen und Verbraucher hingegen schlechter geworden, im Juni 2025 hatte der Wert nur 1,8 Prozent betragen.
Die Preisentwicklung war in den Produktkategorien unterschiedlich. Kraftstoffe waren im Vergleich zum Vorjahresmonat teurer, was an den Folgen des Irankrieges lag. Im Vergleich zu den Monaten vor Kriegsausbruch waren die Preise für Diesel und Benzin dank des staatlichen Tankrabatts hingegen niedriger.
Überblick über die einzelnen Produktkategorien
Molkereiprodukte und Eier (minus 3,7 Prozent) sowie Speisefette und Öle (minus 16,1 Prozent) waren in diesem Monat billiger zu haben als im Juni 2025, Fleisch (plus 2,4 Prozent), Fisch (plus 3,1 Prozent) und Brot (plus 0,9 Prozent) verteuerten sich hingegen im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Auch Getränke wurden teurer - waren sie alkoholfrei, so ging es um 2,0 Prozent nach oben; waren sie alkoholhaltig, so wurde es 1,3 Prozent teurer. Wer raucht, muss besonders tief in die Tasche greifen: Tabakwaren wurden 5,8 Prozent teurer - künftig dürfte es angesichts von Plänen der Bundesregierung zu einer deutlichen Steueranhebung auf Zigaretten und andere Tabakprodukte noch mehr kosten.
Wer Kleidung und Schuhe kaufte, erlebte im abgelaufenen Monat in der Regel keine böse Überraschung: In diesem Produktsegment lag der Preisanstieg binnen zwölf Monaten nur bei 0,6 Prozent, was eine moderate Teuerung war. Die Wohnungsmiete stieg den Angaben zufolge im Schnitt um 2 Prozent. Strom wurde 4,2 Prozent billiger.