Wüst: „Zusammenhalt in Solingen stärker als der Hass“
Bei einer Gedenkveranstaltung in Solingen steht das gemeinsame Erinnern im Mittelpunkt. Was Ministerpräsident Wüst und der Oberbürgermeister dazu sagen.
Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sprach bei der Gedenkfeier zum ersten Jahrestag des Anschlags. (Archivbild)Christoph Reichwein/dpa
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Zwei Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag beim Stadtfest in Solingen mit drei Toten und vielen Verletzten ist an die Opfer erinnert worden. Schmerz und Erinnerung seien gegenwärtig, schrieb Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) auf der Plattform „X“. „Der Zusammenhalt in Solingen ist stärker als der Hass“, unterstrich er.
„Wir haben konsequentes Handeln versprochen und Wort gehalten“, betonte Wüst. Die Landesregierung hatte ein Maßnahmenpaket in den Bereichen Sicherheit, Migration und Prävention kurz nach dem Anschlag beschlossen. Wüst und Oberbürgermeister Daniel Flemm (CDU) waren bei einer öffentlichen Gedenkveranstaltung am späten Abend vor der Stadtkirche angekündigt.
Zur Tatzeit um 21.37 Uhr stand im Rahmen dieser Veranstaltung eine Schweigeminute auf dem Programm. Bereits am Vormittag fand ein Gedenkgottesdienst in der Stadtkirche statt. Sie steht direkt neben dem kleinen Platz Fronhof, auf dem es zu der Messerattacke während eines Konzertes kam.
Oberbürgermeister Flemm erklärte im Vorfeld der Gedenkveranstaltung, dass Solingen zusammenhalte und nach einer ersten Schockstarre zurück in den Alltag finde. „Wir wollen zeigen, dass wir nicht vergessen, aber auch nicht in Trauer verharren, sondern entschlossen in die Zukunft blicken“, betont er. Für die direkt Betroffenen und ihre Familien sei die Belastung bis heute spürbar.
Der Syrer Issa al H., ein abgelehnter Asylbewerber, drängte am 24. August 2024 bei dem Konzert auf dem Fronhof durch die Reihen und stach mit einem Messer auf zahlreiche Zuschauer ein. Er wurde einen Tag später festgenommen.
Das Düsseldorfer Oberlandesgericht verurteilte den Täter vor knapp einem Jahr zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung. Der Terroranschlag von Solingen war der erste in Deutschland seit der Attacke auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016, zu dem sich der IS bekannte.
Kerzen und Blumen liegen unweit des Tatorts am Fronhof zum Gedenken an die Opfer der Messerattacke auf dem Solinger Stadtfest wenige Tage danach. (Archivbild) Christoph Reichwein/dpa
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Blumen und Kerzen befinden sich am Gedenkstein unweit des Tatorts für die Opfer des Terroranschlags von Solingen am ersten Jahrestag. (Archivbild) Thomas Banneyer/dpa
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Eine Treppe führt zum Eingang der evangelischen Stadtkirche am Fronhof. (Archivbild)Henning Kaiser/dpa
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Am Tag nach dem Anschlag stehen Zelte von Polizei und Feuerwehr am Tatort vor der Bühne auf dem Fronhof in der Solinger Innenstadt. (Archivbild)Christoph Reichwein/dpa
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