Politik Inland

Wieder Warnstreik bei Berliner Stadtreinigung

Recyclinghöfe sind dicht, der Müll quillt aus den Tonnen: Die Berliner Stadtreinigung wird erneut bestreikt. Das hat Folgen für die Müllabfuhr, Straßenreinigung - und das Stadtbild.

Von dpa

10.03.2025

Volle Tonne: Beschäftigte der BSR sind wieder zum Warnstreik aufgerufen. Sebastian Gollnow/dpa

Volle Tonne: Beschäftigte der BSR sind wieder zum Warnstreik aufgerufen. Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Beschäftigte der Berliner Stadtreinigung (BSR) wollen ab heute wieder die Arbeit niederlegen. Unter anderem hat die Gewerkschaft Verdi Mitarbeiter der Straßenreinigung zum Warnstreik aufgerufen. Dort müsse bis Freitag mit „erheblichen Einschränkungen“ gerechnet werden, etwa beim Leeren der öffentlichen Abfalleimer, teilte die BSR mit.

Verschiedene BSR-Dienste sind betroffen

Von Mittwoch bis einschließlich Samstag sollen zudem alle 14 BSR-Recyclinghöfe geschlos­sen bleiben. „Eine Annahme von Abfällen ist nicht möglich.“ 

Abfalleimer in Berlin quellen mit Müll über.Jörg Carstensen/dpa

Abfalleimer in Berlin quellen mit Müll über.Jörg Carstensen/dpa

© Jörg Carstensen/dpa

Auch andere Dienste der Stadtreinigung sind betroffen, etwa die Müllabfuhr: Von Mittwoch bis Freitag sollen etwa die Restabfall- und Bioguttonnen sowie die Wertstofftonnen nicht geleert werden. Eine Entsorgung erfolge erst wieder beim nächsten regulären Abfuhrtermin, teilte die BSR mit.

Bereits am Donnerstag und Freitag hatte Verdi BSR-Beschäftigte dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Bei den bundesweiten Verhandlungen fordern Verdi und der Beamtenbund von Bund und Kommunen unter anderem acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 350 Euro mehr pro Monat.

Das könnte Sie auch interessieren

Politik Inland

zur Merkliste

Verdi: Einigung im Awo-Tarifstreit

Eltern mussten wegen Warnstreiks mehrfach damit rechnen, dass Awo-Kitas geschlossen bleiben könnten. Das Szenario ist jetzt vom Tisch.

Politik Inland

zur Merkliste

Treffen im Kanzleramt: 80 Prozent der Syrer sollen zurück

Mehr als 900.000 Syrer leben in Deutschland. Jetzt gibt es eine Zielmarke, wie viele davon nach Ende des Bürgerkriegs zurückkehren sollen. Sie ist Ergebnis eines denkwürdigen Treffens im Kanzleramt.