Politik Inland

Terrorverdacht: Ein weiterer Mann kommt in Polizeigewahrsam

Anfang des Monats kamen drei Männer wegen Terrorverdachts in Polizeigewahrsam. Zwei kamen wieder frei, einer nicht. Nun ist ein weiterer junger Mann in das Visier der Ermittler geraten.

Von dpa

16.10.2026

Schild am Sitz der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Schild am Sitz der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Nachdem ein 23 Jahre alter Mann aus Unna zu Monatsbeginn nach dem Hinweis eines Nachrichtendienstes in Polizeigewahrsam gelandet ist, haben Ermittler einen anderen Mann ins Visier genommen. Wie die Polizei Dortmund mitteilte, durchsuchten Ermittler die Wohnung eines 19-Jährigen in Hagen. Er wird verdächtigt, sich zu einem Verbrechen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz verabredet zu haben. 

Konkretere Angaben wurden nicht gemacht - und zwar „aus ermittlungstaktischen Gründen“, wie es von der Generalstaatsanwaltschaft hieß. Der 19-Jährige hat die deutsche und kosovarische Staatsbürgerschaft. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden Datenträger sichergestellt, Waffen wurden den Angaben zufolge nicht gefunden. 

Gewahrsam kann zur Gefahrenabwehr verhängt werden

Der 19-Jährige kam wie sein 23 Jahre alter Bekannter in Polizeigewahrsam, ein Amtsrichter bewilligte diesen Schritt. So ein Gewahrsam kann zur Gefahrenabwehr - etwa zum Schutz vor terroristischen Anschlägen - verhängt werden. 

Es läuft zunächst 14 Tage und kann um weitere 14 Tage verlängert werden - so lange haben die Generalstaatsanwaltschaft und Polizei Zeit, um ausreichend Beweise für einen dringenden Tatverdacht zu finden und einen Haftbefehl zu erwirken, dann käme der Beschuldigte in Untersuchungshaft. Bei dem anderen Beschuldigten wurde das Polizeigewahrsam bereits einmal verlängert - auch da tickt die Uhr.

Zwei andere junge Männer kamen wieder auf freien Fuß 

Spezialeinsatzkräfte der Polizei hatten den 23-jährigen Deutschen sowie zwei Syrer im Alter von 20 und 24 in Hagen und Unna am 1. Oktober in Gewahrsam genommen, weil der Verdacht auf die Vorbereitung einer staatsgefährdenden Straftat vorlag. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen bestand der Verdacht einer ideologischen Nähe zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der Deutsche soll zum Islam konvertiert sein. 

Die „Bild“ berichtete, die drei Männer hätten sich im Internet über einen möglichen Anschlag mit Waffen ausgetauscht. Während die zwei Syrer wieder freikamen, ist der Deutsche noch in Gewahrsam. Mit dem 19-Jährigen ist nun ein weiterer Verdächtiger ins Visier der Ermittler geraten.

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