Politik Inland

Ärzte: Papst Leo XIV. an Lungenkrebs erkrankt

Der Pontifex hatte erst am Sonntag einen Knoten in der Lunge öffentlich gemacht, zwei Tage später wurde er operiert. Nach Angaben der Ärzte ist es Krebs.

Von dpa

13.10.2026

Bei dem Pontifex war ein Lungenknoten entdeckt worden.Alessandra Tarantino/AP/dpa

Bei dem Pontifex war ein Lungenknoten entdeckt worden.Alessandra Tarantino/AP/dpa

© Alessandra Tarantino/AP/dpa

Papst Leo XIV. ist nach Angaben seiner behandelnden Ärzte an Lungenkrebs erkrankt. Dies teilte das Ärzte-Team der Gemelli-Klinik in Rom nach einer Operation des 71-Jährigen mit. Bei dem etwa anderthalbstündigen Eingriff sei der untere Lappen der rechten Lunge des Oberhauptes der katholischen Kirche entfernt worden, die anschließende Untersuchung habe bestätigt, dass es sich bei dem Knoten um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom handele.

Der Verdacht darauf sei bereits bei den Untersuchungen vor dem Eingriff aufgekommen, hieß es. Dieser sei nun bestätigt worden. Die Operation verlief nach Angaben der Ärzte „erfolgreich und ohne Komplikationen“. Der Papst sei anschließend wie geplant aufgewacht und befinde sich nun in seinem Zimmer.

Leo gab Knoten an der Lunge selbst bekannt

Leo hatte am Sonntag überraschend bekanntgegeben, dass bei einer Kontrolluntersuchung in seiner Lunge ein Knoten entdeckt worden sei, noch in einem „sehr frühen Stadium“. Auf Anraten der Ärzte habe er sich zu einer Operation entschlossen. Der Eingriff erfolgte nun nur zwei Tage später. 

Bis dahin waren keinerlei gesundheitlichen Probleme des ersten US-Amerikaners an der Spitze der katholischen Kirche bekannt. Leo hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Mit seinen 71 Jahren ist er immer noch ein verhältnismäßig junger Papst. Bei seiner Wahl im Mai vergangenen Jahres wurde gemutmaßt, dass er ein langes Pontifikat vor sich haben werde, möglicherweise mehrere Jahrzehnte lang.

Voraussichtlich eine Woche lang im Krankenhaus

Leo liegt im Gemelli-Krankenhaus, wo auch mehrere seiner Vorgänger schon behandelt wurden. Die Päpste haben dort einen eigenen Trakt, in dem sie rund um die Uhr versorgt werden. In einer ersten offiziellen Mitteilung hieß es: „Der Eingriff verlief erfolgreich, wurde termingerecht und wie vorgesehen durchgeführt.“ Nun soll der Papst etwa eine Woche Erholung bekommen.

Vor der Operation war davon die Rede, dass sich Leo voraussichtlich etwa eine Woche lang im Krankenhaus erholen müssen. In der Gemelli-Klinik - offiziell: Policlinico Universitario Agostino Gemelli - am Rande der italienischen Hauptstadt gibt es einen Trakt für Päpste im zehnten Stock. Dort wurde bis kurz vor seinem Tod mit 88 Jahren auch Leos Vorgänger behandelt, Papst Franziskus. Dem Argentinier fehlte bereits seit jungen Jahren ein Teil seiner Lunge.

Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangenGregorio Borgia/AP/dpa

Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangenGregorio Borgia/AP/dpa

© Gregorio Borgia/AP/dpa

Aus seinem Auto heraus winkte Leo den Wartenden zu.Andrew Medichini/AP/dpa

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