Politik Inland

Minister Tabbert gegen EU-Plan zu jährlicher Auto-Inspektion

Kommt eine jährliche Tüv-Pflicht bei älteren Autos? Der Plan der EU-Kommission ist umstritten. Er bedeutet für viele Menschen schlicht ein finanzielles Problem, warnt Brandenburgs Verkehrsminister.

Von dpa

11.07.2025

 Die EU-Kommission will eine jährliche Pflichtinspektion für Autos einführen, die älter als zehn Jahre sind.  (Archivbild)picture alliance/dpa

Die EU-Kommission will eine jährliche Pflichtinspektion für Autos einführen, die älter als zehn Jahre sind. (Archivbild)picture alliance/dpa

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Müssen Besitzer älterer Autos in Zukunft häufiger mit ihrem Wagen zum Tüv? Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (BSW) hält nichts von einer jährlichen Hauptuntersuchung für Fahrzeuge, die älter als zehn Jahre sind. Die EU-Kommission will diese neue Regelung für eine bessere Verkehrssicherheit auf den Weg bringen.

In Deutschland müssen Fahrzeuge in der Regel alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung, unabhängig davon, wie alt ein Fahrzeug ist. In vielen EU-Staaten müssen ältere Autos aber bereits jährlich zur Inspektion.

Verkehrsminister Tabbert kritisierte, dass vor allem Menschen mit weniger Geld betroffen seien, da sie häufig auf ältere Fahrzeuge angewiesen seien. „Der Vorschlag einer jährlichen Hauptuntersuchung für Fahrzeuge, die zehn Jahre oder älter sind, schießt weit über das Ziel hinaus und ist entschieden abzulehnen.“

Skepsis an EU-Vorschlag für häufigere Fahrzeuginspektionen

Es gebe keine Belege, dass ältere Fahrzeuge automatisch häufiger an Unfällen beteiligt seien, argumentierte Tabbert. Die Verkehrssicherheit werde durch noch häufigere Untersuchungen also nicht erhöht. Er erwarte, dass der Vorschlag der EU-Kommission so nicht weiterverfolgt werde.

Nach Angaben der Brüsseler Behörde ist es das Ziel häufigerer Inspektionen, die Zahl der Verkehrsunfälle und der Unfallopfer zu senken. Die Kommission rechnet damit, dass die Einführung jährlicher Prüfungen von Pkw und Kleintransportern zu einem Prozent weniger Verkehrstoten und Verletzten führt.

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