Lage in Nordsyrien: Aktivisten besetzen Kölner CDU-Zentrale
Ein Dutzend Menschen drang in die Kölner CDU-Zentrale ein – Anlass war die Lage im kurdisch verwalteten Nordosten Syriens. Die Polizei beendete die Aktion.
In Köln haben Aktivisten für anderthalb Stunden die CDU-Zentrale besetzt gehalten, um auf die Lage in Nordsyrien aufmerksam zu machen.Lino Mirgeler/dpa
© Lino Mirgeler/dpa
Rund ein Dutzend Menschen sind in Köln unter einem Vorwand in die Kreisgeschäftsstelle der CDU in der Innenstadt eingedrungen. Die Polizei nahm die Personalien auf und beendete die Aktion nach rund anderthalb Stunden. Ermittelt werde wegen Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, sagte ein Polizeisprecher.
Aus einem im Internet verbreiteten Video von Teilnehmern der Aktion geht hervor, dass es bei der Aktion um die Lage im kurdisch verwalteten Nordosten Syriens ging. In den vergangenen Tagen war es in deutschen Städten immer wieder zu prokurdischen Protesten gekommen.
Die CDU Köln verurteilte die Aktion, bei der die Mitarbeiter einer einschüchternden Situation ausgesetzt worden seien. „Wer für sich für Rechtsstaatlichkeit einsetzen will, aber gleichzeitig Recht und Ordnung mit Füßen tritt, entlarvt sich selbst als undemokratisch“, erklärte die Kölner Kreisvorsitzende Serap Güler.