Politik Inland

Kampfausbildung beim IS geplant? 21-Jähriger in U-Haft

Ein junger Deutscher wollte sich mutmaßlich in Somalia und Pakistan zum IS-Kämpfer ausbilden lassen. Jetzt wurde er nach Deutschland überstellt. Was die Bundesanwaltschaft ihm vorwirft.

Von dpa

24.10.2026

Der 21-Jährige wurde am Freitag nach Deutschland ausgeliefert.Uli Deck/dpa

Der 21-Jährige wurde am Freitag nach Deutschland ausgeliefert.Uli Deck/dpa

© Uli Deck/dpa

Nach einem mutmaßlichen Versuch, sich im Ausland der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen, ist ein Mann in Deutschland in Untersuchungshaft. Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe setzte einen Haftbefehl gegen den Deutschen in Vollzug, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Der 21-Jährige wurde demnach am Freitag nach Deutschland ausgeliefert.

Der Beschuldigte soll im Januar 2025 von Berlin nach Äthiopien gereist sein, mit dem Ziel, sich zunächst in Somalia dem IS anzuschließen und sich als Kämpfer ausbilden zu lassen. Nach Somalia kam er aber nie. Laut Bundesanwaltschaft reiste er nach Pakistan, um sich stattdessen dort dem IS anzuschließen. Im Februar 2025 wurde er demnach in Pakistan festgenommen.

Vorbereitung einer staatsgefährdende Gewalttat?

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Beschuldigten versuchte Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdende Gewalttat vor. Letzteres gilt nach deutschem Strafrecht schon, wenn jemand aus Deutschland ausreist, um sich im Ausland an einer Terrorvereinigung zu beteiligen oder von ihr ausbilden zu lassen.

Als oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde ist die Bundesanwaltschaft vor allem für die Bereiche Terrorismus, Spionage und Völkerstrafrecht zuständig. Seit März 2024 steht Generalbundesanwalt Jens Rommel an der Spitze der Karlsruher Behörde.

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