Politik Inland

Jeder neunte Mensch in NRW lebt von Sozialleistungen

In Gelsenkirchen lebt etwa jeder Fünfte von staatlichen Sozialleistungen, in anderen Gemeinden sind es nur gut 3 Prozent. Wie groß die Unterschiede in NRW sind – und was die Zahlen zeigen.

Von dpa

27.10.2026

In NRW bezogen Ende 2025 knapp 1,5 Millionen Menschen Bürgergeld. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa

In NRW bezogen Ende 2025 knapp 1,5 Millionen Menschen Bürgergeld. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

In Nordrhein-Westfalen hat Ende vergangenen Jahres etwa jeder neunte Bewohner Sozialleistungen zur Existenzsicherung von staatlichen Stellen bekommen. Das Statistische Landesamt zählte gut 1,9 Millionen Menschen, das waren 10,6 Prozent der Bevölkerung. Ein Jahr zuvor waren es noch 84.000 mehr.

Knapp 1,5 Millionen Menschen erhielten Bürgergeld, seit 2015 lag diese Zahl nur 2021 etwas niedriger. Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung bekamen gut 300.000 Menschen. Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen bezogen knapp 31.000 Menschen. Hinzu kamen knapp 71.000 Menschen, die Geld nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhielten.

Sozialleistungen zur Existenzsicherung: Hohe Quoten im Ruhrgebiet

Die höchsten Quoten waren im Ruhrgebiet zu finden. An der Spitze lag Gelsenkirchen, wo mehr als 21 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner solche Sozialleistungen bekamen, also etwa jeder Fünfte. In Dortmund, Essen und Gladbeck lag die sogenannte Mindestsicherungsquote bei über 17 Prozent. Die niedrigsten Quoten mit jeweils gut 3 Prozent wiesen drei Gemeinden im Kreis Borken und eine Gemeinde im Kreis Euskirchen auf.

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