Politik Inland

Hälfte aller weiterführenden Schulen verbietet Handys ganz

Fast alle Schulen in NRW haben jetzt feste Handyregeln. Wie sie den Umgang mit Smartphones im Alltag gestalten, zeigt eine landesweite Umfrage.

Von dpa

07.01.2026

Mehr Ruhe im Unterricht und mehr Miteinander statt ständiges Daddeln auf dem Smartphone - für dieses Ziel sollen alle Schulen in NRW feste Regeln in ihrer Schulordnung verankern. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa

Mehr Ruhe im Unterricht und mehr Miteinander statt ständiges Daddeln auf dem Smartphone - für dieses Ziel sollen alle Schulen in NRW feste Regeln in ihrer Schulordnung verankern. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Etwa die Hälfte aller weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen untersagt vollständig die Nutzung von Smartphones im Schulbetrieb. Die andere Hälfte erlaubt eine klar begrenzte Nutzung. Das hat eine landesweite Umfrage des Schulministeriums ergeben. Wenig überraschend: Mit zunehmendem Alter der Schülerinnen und Schüler wachsen die Freiräume.

Insgesamt verfügen nach Angaben des Ministeriums rund 98 Prozent aller öffentlichen Schulen in NRW inzwischen über eine verbindliche Handyregelung, bei den weiterführenden Schulen sind es demnach sogar 100 Prozent. Im Frühjahr 2025 hatte das Ministerium die Schulen in Nordrhein-Westfalen aufgerufen, bis zum Herbst eigene, verbindliche Regelungen zur Handynutzung zu entwickeln und dafür Leitlinien vorgegeben. Bei einigen Grundschulen waren die Beteiligungsprozesse zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht abgeschlossen. 

Weiterführende Schulen sollen ihren Schülern alltagstaugliche Leitplanken für die Nutzung von Smartphones geben. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Weiterführende Schulen sollen ihren Schülern alltagstaugliche Leitplanken für die Nutzung von Smartphones geben. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Grundsätzlich sollte an Grundschulen die private Nutzung von Handys und Smartwatches nicht erlaubt sein. Die weiterführenden Schulen sollten verbindliche, altersgerechte Regelungen erarbeiten, die gemeinsam getragen werden und im Schulalltag funktionieren. Viele Schulen hätten seitdem erstmals verbindliche Vorgaben beschlossen, andere ihre bestehenden Regelungen deutlich nachgeschärft, teilte das Ministerium in Düsseldorf mit. 

An Grundschulen sollen Handys tabu sein

„Gerade die Jüngsten brauchen Schutzräume ohne Ablenkung“, betonte Schulministerin Dorothee Feller (CDU). Dass die meisten Grundschulen inzwischen schon ein generelles Handyverbot während des Schulbetriebs beschlossen hätten, sei „ein starkes Signal für Kinder, Eltern und Lehrkräfte“.

Die weiterführenden Schulen setzen auf differenzierte Regelungen: 79 Prozent der Gesamtschulen und 86 Prozent der Gymnasien unterscheiden nach Jahrgangsstufen. Andere Schulen regeln die Nutzung nach Zeiten oder Bereichen. 

Das schaffe Orientierung und sorge für mehr Konzentration im Unterricht, hob Feller hervor. „Wo vorher auf dem Schulhof aufs Display geschaut wurde, wird heute wieder miteinander gesprochen.“ Das sei ein Gewinn für das soziale Lernen.

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