Ein Drittel aller Türken in Deutschland lebt in NRW
Vor 65 Jahren wurde das deutsch-türkische Anwerbeabkommen geschlossen. NRW spielte dabei von Anfang an eine wichtige Rolle.
Fast ein Drittel aller in Deutschland lebenden Türken hat seinen Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen (Archivbild).Hub/dpa
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Ende 2025 lebten in NRW 483.035 Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit. Damit hatte fast ein Drittel (31,8 Prozent) aller in Deutschland lebenden Türkinnen und Türken (1.520.400) ihren Wohnsitz an Rhein und Ruhr. Die meisten leben in Köln, Duisburg und im Kreis Recklinghausen. Das teilte das Statistische Landesamt in Düsseldorf zum 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens mit. Das Abkommen wurde am 30. Oktober 1961 in Bad Godesberg unterzeichnet.
Von 1961 bis 2025 sind demnach insgesamt 1,27 Millionen Menschen aus der Türkei nach NRW gezogen. Im gleichen Zeitraum verlagerten gut 829.000 Ausländerinnen und Ausländer ihren Wohnort von NRW in die Türkei. Im Jahr 1973 wurde den Angaben zufolge mit 67.020 Personen die höchste jährliche Zahl von Zuzügen aus der Türkei nach NRW erreicht. Im selben Jahr stoppte die Bundesregierung nach der Ölkrise jedoch die Anwerbung von „Gastarbeitern“. Daraufhin brach die Zahl der Zuzüge zunächst ein. 1980 stieg sie wieder stark an, als im Zuge eines Militärputsches in der Türkei 65.514 Türkinnen und Türken nach NRW flohen.