Politik Inland

CDU fordert „Start-up-Motor“ für Hamburgs Hochschulen

Hamburgs Universität ist exzellent. Doch zu selten finden exzellente Ideen über Start-ups den Weg aus den Hochschulen in die Wirtschaft, meint die CDU - und fordert ein Institut als Starthilfe.

Von dpa

06.01.2026

Die CDU will die Gründerszene an den Hamburger Hochschulen mit einem eigenen Institut fördern. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

Die CDU will die Gründerszene an den Hamburger Hochschulen mit einem eigenen Institut fördern. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Um die Gründerszene an Hamburgs Hochschulen zu stärken, fordert die CDU-Bürgerschaftsfraktion die Einrichtung eines hochschulübergreifenden Instituts als „Start-up-Motor“. Das „Hamburg Institute for Venture & Entrepreneurship“ (HIVE) soll mit einem oder mehreren Lehrstühlen unternehmerische Kompetenzen stärken und den Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis fördern, heißt es in einem Antrag für die Bürgerschaftssitzung in der kommenden Woche.

Zudem sollen spezielle Studienformate in Form von Promotionsprogrammen und ein Honors-Programm für besonders leistungsstarke Studierende „die wissenschaftliche und technologische Exzellenz mit unternehmerischer Praxis verbinden und so einen direkten Übergang von der akademischen Idee zum marktreifen Unternehmen ermöglichen“.

CDU sieht Ausgründungen in Hamburg weit hinter den Möglichkeiten

Zwar stehe Hamburg mit fünf Exzellenzclustern im bundesweiten Vergleich der Hochschulstandorte gut da, sagte die Wissenschaftsexpertin der Fraktion, Anna von Treuenfels-Frowein, der Deutschen Presse-Agentur. Doch trotz umfangreicher Beratungsangebote ließen die Hochschulausgründungen in der Hansestadt zu wünschen übrig. 

„Zwischen 2020 und 2024 entstanden an allen staatlichen Hochschulen zusammen nur 121 Start-ups. Für einen Wissenschafts- und Innovationsstandort ist das ein alarmierendes Signal“, sagte sie.

Die Zahlen zeigten, dass Hamburg sein wissenschaftliches Potenzial nicht ausschöpfe. „Gute Forschung allein reicht nicht. Wer Innovation will, muss Gründungen strukturell noch einfacher ermöglichen und früher fördern“, betonte von Treuenfels-Frowein.

Bei Neugründungen pro 100.000 Einwohner nur auf Platz neun

Der Fachsprecher der CDU-Fraktion für Start-ups und Innovation, Julian Herrmann, verwies auf einen Städtevergleich des Startup-Verbands, wonach Hamburg beim Thema Gründungen zurückfalle. „Bei Neugründungen pro 100.000 Einwohner liegt Hamburg nur noch auf Platz acht“, sagte er.

Ziel der Institutsgründung sollten mehr Ausgründungen und Unternehmertum an allen Hochschulen sein. Als Vorbilder nannte Herrmann die TU München, die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen und die WHU in Vallendar bei Koblenz. „Dort zeigt sich, wie Hochschulen zum Gründungsmotor werden. Genau solch einen Rahmen braucht Hamburg.“

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