Politik Inland

Hunderte Klimaaktivisten beziehen Camp gegen Gaskraftwerke

In Hamm ist ein großes ein Klimacamp gestartet - erwartet werden bis zu 2000 Aktivisten, die gegen neue Gaskraftwerke und für die Energiewende protestieren wollen.

Von dpa

27.05.2026

Campen vor Kraftwerkskulisse: Aus Protest gegen den Bau neuer Gaskraftwerke campen hunderte Klimaaktivisten in Hamm. Thomas Banneyer/dpa

Campen vor Kraftwerkskulisse: Aus Protest gegen den Bau neuer Gaskraftwerke campen hunderte Klimaaktivisten in Hamm. Thomas Banneyer/dpa

© Thomas Banneyer/dpa

Aus Protest gegen den Bau neuer Gaskraftwerke haben Aktivisten in Hamm ein riesiges Klimacamp bezogen. Mehrere hundert Teilnehmer seien bereits auf dem Gelände im Lippepark eingetroffen, sagte eine Mitorganisatorin. Weitere sollen im Laufe des heutigen und morgigen Tages anreisen. Insgesamt werden zwischen 1500 und 2000 Klimaaktivisten aus Deutschland sowie dem benachbarten Ausland erwartet. 

Die Aktivisten richten sich mit ihrem Protest gegen den geplanten Bau weiterer Erdgas-betriebener Kraftwerke und wollen ein Zeichen für eine klimafreundliche Energiepolitik setzen. Von Mittwoch bis Samstag gibt es zahlreiche Workshops und Diskussionsrunden zum Thema. Unterstützt wird das ehrenamtlich organisierte Treffen der Klimaaktivisten von zahlreichen Organisationen der Klima- und Umweltbewegung. 

Seit mehreren Tagen lief der Aufbau der riesigen Zeltstadt ganz in der Nähe des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks Gersteinwerk von RWE, das auf der anderen Seite der Stadtgrenze in Werne liegt. 

Am Samstag ist eine Großdemo unter dem Motto „Zukunft statt Gas – Energiewende verteidigen“ geplant, zu der Fridays for Future, der BUND, Greenpeace und Campact aufgerufen haben. Zum Abschluss der Kundgebung sollen die Teilnehmer ein riesiges Windrad formen und so ins Guinnessbuch der Rekorde kommen. 

Für die kommenden Tage hat außerdem das Aktionsbündnis Ende Gelände, bekanntgeworden durch seine Blockaden im Rheinischen Braunkohlerevier, große Aktionen zivilen Ungehorsams angekündigt. Die Polizei appellierte daher an die Klimaaktivisten, friedlich und gewaltfrei zu bleiben, und kündigte konsequentes Eingreifen bei Straftaten oder Gefährdung kritischer Infrastruktur an.

Karte
Das könnte Sie auch interessieren

Politik Inland

zur Merkliste

Ex-RAF-Terroristin Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt

Die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette ist vor dem Landgericht Verden zu 13 Jahren Haft verurteilt worden - wegen schweren Raubes, Verstößen gegen Waffengesetze und anderer Straftaten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagte mit ihren mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub Geldtransporter und Supermärkte überfiel.