Zwei Teenager nach Badeunfall in Kanal in Lebensgefahr
Kurz hintereinander kommt es am Rhein-Herne-Kanal nahe einem Park in Gelsenkirchen zu tragischen Badeunfällen: Nach einem tödlich verunglückten 16-Jährigen schweben nun zwei Brüder in Lebensgefahr.
Zwei schwerwiegende Badeunfälle an ähnlicher Stelle an nur einem Wochenende.Christoph Reichwein/dpa
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Einen Tag nach dem tödlichen Badeunfall eines 16-Jährigen im Rhein-Herne-Kanal bei Gelsenkirchen hat es erneut einen schweren Badeunfall gegeben. Zwei Brüder im Alter von 14 und 19 Jahren seien schwer verletzt worden und schwebten in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit.
Die beiden waren der Polizei am Sonntagabend gegen 22.10 Uhr als im Wasser vermisst gemeldet worden - den Angaben zufolge an ähnlicher Stelle wie der tödlich verunglückte Jugendliche am Tag zuvor. Taucher konnten die beiden etwa 20 Minuten später aus dem Wasser bergen. Sie kamen in Krankenhäuser.
Die genauen Umstände zum Hergang des Unfalls seien noch Gegenstand der Ermittlungen, so die Polizei. Sie kündigte an, in dem Park am Kanal ihre Streifen zu verstärken. Am Samstagabend war dort ein 16 Jahre alter Jugendlicher beim Schwimmen im Rhein-Herne-Kanal plötzlich in Not geraten und untergegangen. Er konnte nur noch bewusstlos aus dem Wasser geborgen werden und starb in der Nacht im Krankenhaus.
Eindringliche Warnungen vor dem Baden im Kanal
„Diese schrecklichen Unglücke sind erschütternd“, teilte Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze mit und sprach den Angehörigen und Freunden ihr Mitgefühl aus. Stadt und Feuerwehr warnten, das Schwimmen und Baden im Rhein-Herne-Kanal sei lebensgefährlich.
An heißen Tagen suchen viele Abkühlung im Rhein-Herne-Kanal - doch Behörden warnen: Die Wasserstraße ist kein Badegewässer. Christoph Reichwein/dpa
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„Der Kanal ist kein Badegewässer, sondern eine stark befahrene Wasserstraße mit vielen Gefahren“, heißt es in einer Mitteilung der Kommune. So könnten Binnenschiffe Schwimmenden nicht ausweichen. Sie erzeugten einen enormen Sog, der selbst geübte Schwimmer unter Wasser ziehe. Die Stadt bitte alle darum, Abkühlung in Freibädern oder anderen bewachten Badestellen zu suchen. Ausdrücklich verboten ist das Baden vor allem rund um Brücken, an Schleusen, Hafenanlagen oder im Bereich von Anlegestellen.
Auch die Polizei warnte vor Lebensgefahr durch das Schwimmen in unbewachten Gewässern. Gerade ungeübte Schwimmer könnten schnell in gefährliche Situationen kommen. „Kein noch so heißer Tag ist es wert, ihn gegen das Leben einzutauschen“, so der eindringliche Appell.