Weniger MPU in Deutschland – Alkohol bleibt Hauptgrund
Immer weniger Menschen müssen zur medizinisch-psychologischen Untersuchung. Die Gesamtzahl der Begutachtungen sinkt seit Jahren - der Hauptgrund bleibt jedoch ein altbekanntes Risiko.
Auffälliger Alkoholkonsum blieb 2025 die häufigste Ursache für eine MPU. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa
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In Deutschland gibt es immer weniger medizinisch-psychologische Untersuchungen (MPU). Mit den Tests werden Verkehrsteilnehmer überprüft, die auffallen, weil sie Verkehrsregeln missachten und damit andere gefährden - zum Beispiel aufgrund von Alkohol- oder Cannabismissbrauch. Salopp werden die Prüfungen auch „Idiotentest“ genannt.
Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) in Bergisch Gladbach bei Köln sank die Zahl der MPU im Jahr 2025 auf 70.135 - das waren fast 7 Prozent weniger als 2024. Auch in den Jahren davor war die Zahl schon gesunken.
Der häufigste Anlass (44 Prozent) für den Eignungstest war weiterhin auffälliger Alkoholkonsum. Dahinter folgen Untersuchungen, bei denen es einen Zusammenhang mit Drogen und Medikamenten gab (rund 21 Prozent).
Bei den Ergebnissen hat sich kaum etwas verändert. 58 Prozent der begutachteten Personen wurden als „geeignet“ eingestuft (2024: 56 Prozent), 38 Prozent wurden als „ungeeignet“ bewertet (2024: 39 Prozent). Etwa 4 Prozent wurde ein Aufbaukurs empfohlen.
Eine MPU wird angeordnet, wenn das Risiko für eine erneute Auffälligkeit im Straßenverkehr als besonders hoch gilt.