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Urteile im Remscheider Waffenlager-Prozess angekündigt

Hinter Geheimtüren und Zwischenwänden fanden Ermittler in Remscheid mehr als 300 Schusswaffen. Nun sollen zwei der drei Angeklagten ihr Urteil erhalten.

Von dpa

14.09.2026

Prozess soll abgetrennt werden. (Archivbild)--/Polizei Wuppertal/dpa

Prozess soll abgetrennt werden. (Archivbild)--/Polizei Wuppertal/dpa

© --/Polizei Wuppertal/dpa

Im Prozess um das riesige illegale Waffenlager in Remscheid soll gegen die zwei Mitangeklagten am kommenden Verhandlungstag das Urteil verkündet werden. Nur gegen den Hauptangeklagten werde der Prozess am Wuppertaler Landgericht fortgesetzt, teilte eine Gerichtssprecherin mit.

Die Staatsanwaltschaft forderte vier Jahre Haft für den einen und zwei Jahre und zehn Monate für den anderen Mitangeklagten. Die Verteidiger beantragten in beiden Fällen niedrigere Strafen.

Das Urteil gegen die beiden 35 und 38 Jahre alten Angeklagten soll am 23. September verkündet werden. In dem Prozess geht es laut Staatsanwaltschaft um einen der größten Kriegswaffenfunde der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland.

Geständnisse abgelegt

Die beiden Mitangeklagten hatten bereits gestanden, bei dem Hauptangeklagten Maschinenpistolen für rund 2.000 Euro pro Stück sowie Munition gekauft zu haben. Im Gegenzug für geständige Einlassungen waren ihnen Haftstrafen zwischen zwei und vier Jahren zugesichert worden.

Der Hauptangeklagte, ein 60-jähriger Kfz-Meister, hatte sich auf das Angebot des Gerichts, bei einem Geständnis maximal acht Jahre Haft zu verhängen, nicht eingelassen. Er soll in Remscheid ein Arsenal von Pistolen, Gewehren und Munition gehortet haben.

Waffen hinter Geheimtüren versteckt

Der Fund des geheimen Waffenarsenals hinter einer Art privatem Waffenmuseum hatte im Oktober vergangenen Jahres bundesweit für Furore gesorgt. Es gab in dem Gebäude Geheimtüren, hinter Zwischenwänden versteckte Räume, verborgene Schließmechanismen und sogar Munition im Hohlraum eines Türrahmens.

Bei den Durchsuchungen in Remscheid hatten die Polizisten am Ende rund 300 scharfe Schusswaffen sichergestellt - darunter 125 Maschinengewehre, 67 Maschinenpistolen, 51 Pistolen, 32 Langwaffen, Präzisionsgewehre, 11 Revolver und 13 Panzerabwehrwaffen, 38 Handgranaten sowie fast 100.000 Schuss Munition.

Urteil gegen Mitangeklagte in einer Woche. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Urteil gegen Mitangeklagte in einer Woche. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

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