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Straßenbahn-Kollision: Technische Probleme

Nach dem Straßenbahnunfall mit 30 Verletzten in Düsseldorf räumt die Rheinbahn technische Probleme ein. Warum Sicherheitsbarrieren und Signale versagten, wird untersucht.

Von dpa

27.05.2026

Rheinbahn räumt technische Probleme ein. David Young/dpa

Rheinbahn räumt technische Probleme ein. David Young/dpa

© David Young/dpa

Nach der Straßenbahnen-Kollision mit 30 Verletzten in Düsseldorf hat die Rheinbahn technische Probleme eingeräumt. Ein Fahrsignal habe die Freigabe für die Geradeausfahrt angezeigt, obwohl die Weiche abweichend gestellt war, teilte das Nahverkehrsunternehmen mit. Zudem sei das zugehörige Weichensignal nach bisherigen Erkenntnissen dunkel gewesen. 

In Düsseldorf hatten sich in den vergangenen Monaten mehrere schwere Unfälle mit Straßenbahnen ereignet. Am vergangenen Samstag, als 700.000 Besucher zum Japan-Tag kamen, waren zwei Straßenbahnen frontal zusammengestoßen, als eine Bahn der Linie 709, die eigentlich geradeaus zum Hauptbahnhof fahren sollte, plötzlich links abbog. 

„Wir müssen verstehen, warum vorhandene Sicherheitsbarrieren in dieser Situation nicht ausreichend gegriffen haben. Unser Anspruch ist klar: Das Gesamtsystem muss so robust sein, dass einzelne Fehler oder technische Störungen nicht zu schweren Unfällen führen“, teilte das Unternehmen mit. 

Technische Analysen 

Bereits nach den vorangegangenen Vorfällen habe die Rheinbahn umfangreiche zusätzliche Analysen und Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Bereits Ende 2025 sei eine „Taskforce“ zur Aufarbeitung der Entgleisungen und Unfälle eingerichtet worden. 

„Ein solcher Unfall darf nicht passieren. Deshalb untersuchen wir sehr genau, wie es zu diesem Ereignis kommen konnte und welche zusätzlichen Konsequenzen daraus folgen müssen“, teilte Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe mit. 

Für die Unfallaufnahme, Versorgung der Verletzten und Bergung der beiden Straßenbahnen blieb der Kreuzungsbereich in der Innenstadt für rund fünf Stunden gesperrt. Es kam zu deutlichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

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