Staatsanwaltschaft: Russell Brand skrupellos und manipulativ
Der frühere Comedian Russell Brand steht wegen schwerer Vorwürfe vor Gericht. Zu Beginn des Prozesses findet die Staatsanwaltschaft harsche Worte.
Russell Brand muss sich derzeit wegen Vorwürfen sexueller Gewalt vor Gericht verantworten.Ben Whitley/PA Wire/dpa
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Im Prozess gegen den wegen Vorwürfen sexueller Gewalt angeklagten Russell Brand hat die Staatsanwaltschaft den Schauspieler als „skrupellos“ und „manipulativ“ bezeichnet.
Der 51-Jährige habe „kindliche Erwartungen gehabt, dass jeder seiner Wünsche erfüllt werden müsse“, sagte Staatsanwältin Riel Karmy-Jones zum Auftakt ihres Plädoyers, wie unter anderem die Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtsaal in London berichtete. „Er war skrupellos, er war berechnend und er war manipulativ, und laut Staatsanwaltschaft ein Sexualtäter.“
Brand, der persönlich zum Gerichtsprozess erschienen ist, ist wegen Vergewaltigung, Belästigung und Nötigung in sieben Fällen angeklagt. Insgesamt sechs Frauen hatten Vorwürfe gegen den 51-Jährigen erhoben. Die Taten sollen sich demnach zwischen 1999 und 2009 abgespielt haben. Der Brite soll etwa eine Frau in einem Hotel vergewaltigt und eine TV-Mitarbeiterin an die Brust gefasst und sie zum Oralsex gezwungen haben. Er bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Brand bestreitet die Vorwürfe. Ben Whitley/PA Wire/dpa
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Brand: Bin „besorgt, aber hoffnungsvoll“
Der Ex-Comedian erschien gemeinsam mit seiner Frau Laura zum Prozesstag. Bei seiner Ankunft sagte er laut PA, er fühle sich „gesegnet“. Er sei „besorgt, aber hoffnungsvoll“, dass dieser Prozess ein für alle Beteiligten gutes Ende finden würde. „Das ist mein Gebet.“
Die Staatsanwältin schilderte im weiteren Verlauf ihres Anklagevortrags den Angaben nach detailliert die verschiedenen mutmaßlichen Taten. Diese hätten sich zu einer Zeit ereignet, in der Brands Popularität stark zugenommen habe.
Sein Verlangen nach sexuellem Kontakt sei „wahllos und unersättlich“ gewesen, sagte Karmy-Jones. Die Gefühle der Frauen hätten ihn nicht interessiert. „Was für ihn an erster Stelle stand, war sein unstillbares Verlangen, das zu bekommen, was er wollte und von wem auch immer er es wollte.“