Snack und Hund müssen zusammenpassen
Naturbelassene Hundesnacks klingen gesund, stecken aber voller Kalorien – und manchmal sogar voller Salmonellen, zeigt ein aktueller Test. Worauf Halter achten sollten.
Test: Viele naturbelassene Hundesnacks wie Schweineohren sind für kleine Hunde zu groß und enthalten damit auch zu viele Kalorien.Christin Klose/dpa-tmn
© Christin Klose/dpa-tmn
Mit naturbelassenen Snacks wollen Besitzer ihren Hunden eigentlich etwas Gutes tun. Denn sie enthalten lediglich getrocknete Schlachtnebenprodukte, die frei von Zusätzen sein sollen. Doch sind sie wirklich für jeden Hund geeignet?
Die Stiftung Warentest hat 20 Hundesnacks genauer unter die Lupe genommen, darunter etwa Hühnerherzen, Kaninchenohren oder Rinderpansen (Ausgabe 2/2026). Insgesamt stuften die Tester 11 von 20 Produkten als „nicht geeignet“ ein - aus unterschiedlichen Gründen.
Welcher Snack für welchen Hund?
Naturbelassene Hundesnacks enthalten viele Kalorien. Wer sie verfüttern möchte, sollte daher den Warentestern zufolge die Größe des Vierbeiners beachten. Denn: Nur Hühnerherzen eignen sich demnach für alle Hunde.
Alle anderen Snacks sind hingegen eher etwas für große, aktive Tiere. Für kleine Vierbeiner sind sie - zumindest im Ganzen - zu groß und enthalten damit auch zu viele Kalorien. Wer kleinen Hunden trotzdem größere Snacks vom Rind oder Schwein geben will, sollte sie vorher zerteilen.
Achtung, Salmonellengefahr!
In einigen Produkten wurde Salz nachgewiesen, das den natürlichen Gehalt übersteigt. Und das, obwohl es sich eigentlich um Naturprodukte handelt, die häufig damit beworben werden, dass keine Zusätze enthalten sind.
Was die Tester außerdem in mehreren Produkten fanden: ranziges Fett, auffällige Chromgehalte und Salmonellen. Grundsätzlich sollten Halter bei naturbelassenen Snacks die Salmonellengefahr im Hinterkopf haben und im Haushalt auf die Hygiene achten.
Gut dosiert, gut verpackt
Wichtig: Wer solche Leckerlis an seinen Liebling verfüttert, sollte das Hauptfutter reduzieren. Die Tester bemängeln bei knapp der Hälfte der Produkte fehlende Fütterungsempfehlungen und fehlende Hinweise darauf, dass das Tier beim Fressen beaufsichtigt werden sollte.
Die getrockneten Snacks haben häufig einen intensiven Geruch. Das erfreut zwar die Hundenase, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass der Vierbeiner nicht genug haben kann. Deshalb landen die Snacks nach dem Füttern am besten in einer luftdichten Verpackung.