Panorama

Serval gesucht - Afrikanische Wildkatze aus Zoo entlaufen

Das Tier ist ungefähr so groß wie ein mittelgroßer Hund: Ein Serval ist aus dem Krefelder Zoo ausgebüxt. Wer das Tier sieht, sollte Abstand halten und umgehend den Zoo oder die Behörden informieren.

Von dpa

05.06.2026

Serval Nia im Gehege des Krefelder Zoos. Die afrikanische Wildkatze ist aus dem Tierpark ausgebüxt und wird gesucht.Vera Gorissen/Stadt Krefeld/dpa

Serval Nia im Gehege des Krefelder Zoos. Die afrikanische Wildkatze ist aus dem Tierpark ausgebüxt und wird gesucht.Vera Gorissen/Stadt Krefeld/dpa

© Vera Gorissen/Stadt Krefeld/dpa

Serval Nia ist aus dem Krefelder Zoo entlaufen. Die afrikanische Wildkatze mit schlankem Körperbau, langen Beinen und einem hellen Fell mit schwarzen Flecken werde vom Zoo, der Polizei und vom kommunalen Ordnungsdienst gesucht, teilte die Stadt Krefeld mit. Die Bevölkerung werde um Hinweise gebeten. 

„Das Tier ist von Natur aus scheu und meidet in der Regel den Kontakt zu Menschen. Nach Informationen des Zoos besteht keine Gefahr für die Bevölkerung“, erklärte die Stadt weiter. Wie bei allen Wildtieren gelte es jedoch Abstand zu halten und das Tier nicht zu bedrängen. Der Zoo Krefeld bleibe normal geöffnet. 

Was empfiehlt der Zoo bei einer Sichtung?

Ruhe bewahren und den Standort möglichst genau umgehend dem Zoo oder den Behörden melden. Nicht auf eigene Faust verfolgen oder in die Enge treiben, nicht anlocken oder füttern und auch nicht versuchen, das Tier selbst einzufangen, raten Zoo und Stadt. Es gelte Abstand zu halten, Hunde anzuleinen und Katzen im Haus zu belassen. 

Was sagt die Polizei?

Nach Angaben der Polizei ist das Tier bereits seit Donnerstagabend weg. Zunächst sei im Zoo gesucht worden, inzwischen gehen man nicht mehr so davon aus, dass das Tier sich dort noch aufhalte, sagte ein Sprecher der Polizei. Streifenteams halten auf ihren Routen Ausschau nach dem Tier.

Sind Ausbruchsspuren gefunden worden?

Die Tierpfleger überprüften die Anlage auf Schwachstellen, wie ein Sprecher des Zoos sagte. Es seien dabei aber zunächst keine Löcher oder Ähnliches entdeckt worden. „Wir haben keine Hinweise“, erklärte er. Es gebe auch keine Zeugen. Das Tier habe eine Schulterhöhe von schätzungsweise 50 Zentimetern. Hauptnahrungsquelle im Zoo seien Küken, Mäuse und Meerschweinchen.

Wo kommen die Tiere her?

Seit fast eineinhalb Jahren ist die Katze Nia zusammen mit dem Kater Kibo im Zoo Krefeld. Sie stammten aus einer Privathaltung. Die Tiere waren den Angaben zufolge nach einer behördlichen Beschlagnahmung vorübergehend in der Auffangstation für Reptilien in München untergebracht. 

Insofern seien sie zwar an Menschen gewöhnt, aber trotzdem sehr scheu, erläuterte der Zoo-Sprecher. In einer früheren Mitteilung heißt es: „Es ist jedoch wichtig, nicht zu vergessen, dass es sich um Wildtiere handelt. Besonders Nia, die Katze, zeigt sich neugierig und verspielt, während Kibo, der Kater, eher zurückhaltend und sanfter ist als gewöhnlich für Servale.“

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