Rhein-Badeverbot im Kreis Wesel - bis 1.000 Euro Bußgeld
Gefährliche Strömungen und Sogwirkungen: Im Rhein zu baden, ist im Kreis Wesel nun bis 2030 untersagt – auch das Waten im Wasser kann teuer werden.
Der Rhein hat gefährliche Strömungen und ist eine vielbefahrene Schifffahrtsroute. Nach dem Vorbild vieler NRW-Kommunen hat jetzt auch der Kreis Wesel dort das Baden generell verboten.Arnulf Stoffel/dpa
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Das lebensgefährliche Baden im Rhein ist von diesem Freitag an im gesamten Kreis Wesel verboten. Das teilte der Kreis mit. Das gilt nach dem Vorbild zahlreicher anderer Rhein-Anliegerkommunen in NRW nun auch für den Kreis, der mit Wesel, Xanten, Voerde, Rheinberg und Dinslaken besonders viele Städte an der vielbefahrenen Wasserstraße umfasst.
Das Verbot gelte bis Ende 2030 auch für das mehr als knöcheltiefe Waten im Wasser. Bei Verstößen würden laut Kreis bis zu 1.000 Euro Bußgeld fällig. Wegen der starken Strömungen und Sogwirkungen der vorbeifahrenden Frachtschiffe könne Kindern und auch Erwachsenen sogar schon das Stehen im flachen Wasser zum Verhängnis werden, sagte der Weseler Landrat Ingo Brohl (CDU).
Kreisweit wird mit Warnschildern auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Zuvor hatten schon zahlreiche andere Städte am Rhein wie Köln, Duisburg, Düsseldorf, Krefeld, Leverkusen, Dormagen, Meerbusch und Heuss das Baden im Fluss verboten. Trotz aller Warnungen gibt es im Rhein immer wieder tödliche Badeunfälle. Die Strömung ist so stark, dass selbst geübte Schwimmer nicht gegen sie ankämpfen können.