Panorama

Rechtsextremer Angriff auf Queeres Zentrum Mönchengladbach

Eine Glasscheibe des Queeren Zentrums Mönchengladbach wird zerstört, dazu wird ein Hakenkreuz geschmiert, daneben steht geschrieben: „Wir kommen“. Der Staatsschutz wird eingeschaltet.

Von dpa

15.04.2026

Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)David Inderlied/dpa

Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)David Inderlied/dpa

© David Inderlied/dpa

Bei einem mutmaßlich rechtsextremen Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach ist eine Glasscheibe zerstört worden. Zudem wurde ein Hakenkreuz auf eine Scheibe geschmiert, neben dem geschrieben stand: „Wir kommen“, wie die Polizei mitteilte. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.

„Der Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach bestätigt erneut die Zunahme queerfeindlicher Gewalt in unserer Gesellschaft. Rechtsextreme agieren dabei nicht mehr nur mit Worten, sondern auch mit direkter Gewalt“, sagte Laura Becker, Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW. „Unsere volle Solidarität gilt den Betroffenen. Von der Kommunal- und Landespolitik erwarten wir endlich ein entschlossenes und wirksames Vorgehen gegen Queerfeindlichkeit.“

Queeres Netzwerk fordert zum Handeln auf

Das Queere Netzwerk fordert weitere Maßnahmen zum Schutz vor Queerfeindlichkeit:

  • Queer-Beauftragte in allen Kommunen
  • landesweite Akzeptanzkampagnen
  • Stärkung der Meldestellen
  • Sensibilisierung der Polizei
  • unmissverständliche und öffentliche Verurteilung von Hass und Gewalt gegen queere Menschen.

Als queere Menschen bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Die Bezeichnung umfasst ein breites Spektrum an Identitäten: Dazu gehören lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie nicht-binäre Menschen.

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