Randalierender Patient in Offenbach durch Taser gestoppt
Ein Patient sorgt in einem Offenbacher Krankenhaus für einen Polizeieinsatz. Erst der Einsatz eines Tasers bringt die Situation unter Kontrolle.
Ein aufgebrachter Patient hat in einem Offenbacher Krankenhaus einen Polizeieinsatz ausgelöst, bei dem die Beamten auch einen Taser einsetzten. (Symbolfoto)David Inderlied/dpa
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Ein randalierender Patient hat einen Polizeieinsatz in einem Offenbacher Krankenhaus ausgelöst, bei dem auch ein Taser eingesetzt wurde. Wie die Polizei mitteilte, waren Beamte bereits am Freitagabend in die Klinik gerufen worden, weil ein Patient dort mit einem Gehstock um sich geschlagen sowie mit einem Feuerlöscher und einer Schere herumhantiert habe.
Nachdem sich der aufgebrachte Mann auf mehrfache Ansprache der Polizisten unbeeindruckt gezeigt und mit der Schere auf die Beamten zugelaufen sei, hätten diese den Einsatz des Distanzelektroimpulsgeräts angekündigt. Da der Mann darauf nicht reagiert habe, hätten die Polizisten das Gerät ausgelöst. „Die Trefferwirkung ermöglichte es, ihm die Schere aus der Hand zu nehmen und die gefährliche Situation zu bereinigen“, hieß es in der Mitteilung. Der Mann sei durch die Pfeilelektroden leicht verletzt worden. Er habe sich letztlich beruhigt, sodass die Beamten den Einsatz beenden konnten.
Erst am zweiten Weihnachtsfeiertag war im Universitätsklinikum Gießen ein 33-jähriger Mann durch Polizeischüsse tödlich verletzt worden. Der Mann hatte sich in der geschlossenen psychiatrischen Abteilung in Behandlung befunden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gießen hatte er die Beamten mit einem sogenannten Scheckkartenmesser bedroht und angegriffen.
Bisherigen Ermittlungen zufolge sollen die Beamten den 33-Jährigen mehrfach aufgefordert haben, das Messer wegzulegen. Auch bei diesem Vorfall war ein Taser eingesetzt worden, der offenbar aber keine Wirkung gehabt hatte, so dass es schließlich zum Einsatz der Schusswaffen kam, wie die Staatsanwaltschaft mitgeteilt hatte.