Panorama

Nur noch 30 Tage: Thailand verkürzt Visafreiheit

Ab Dienstag dürfen Reisende aus Deutschland und vielen anderen Ländern nur noch 30 statt 60 Tage ohne Visum in dem Königreich bleiben. Was steckt dahinter?

Von dpa

10.09.2026

Gerade im deutschen Herbst und Winter lockt Thailand mit Sonne und Traumstränden wie auf Ko Samui.Carola Frentzen/dpa

Gerade im deutschen Herbst und Winter lockt Thailand mit Sonne und Traumstränden wie auf Ko Samui.Carola Frentzen/dpa

© Carola Frentzen/dpa

Zwei Jahre nach der großzügigen Lockerung der Einreiseregeln macht Thailand einen Schritt zurück: Ab kommendem Dienstag dürfen Touristen aus zahlreichen Ländern nur noch 30 statt wie bislang 60 Tage ohne Visum im Königreich bleiben. Die neuen Regeln gelten auch für Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie treten am 15. September in Kraft, nachdem die entsprechenden Vorschriften kürzlich im thailändischen Gesetzblatt veröffentlicht wurden.

Betroffen sind nach Angaben des Außenministeriums Reisende aus insgesamt 60 Ländern. Die erst vor zwei Jahren eingeführte Regelung, die Bürgern aus zahlreichen Ländern einen visafreien Aufenthalt von bis zu 60 Tagen ermöglichte, wird damit wieder abgeschafft.

Wer noch vor dem 15. September nach Thailand einreist, kann seinen Aufenthalt allerdings nach den bisherigen Regeln fortsetzen. Die Regierung teilte mit, dass diese Reisenden bis zu dem Datum im Land bleiben dürfen, das in ihrem Einreisestempel vermerkt ist.

Warum rudert Thailand zurück?

Die Regierung hatte die Lockerung im Zuge der Corona-Pandemie eingeführt, um den für Thailand wichtigen Tourismussektor anzukurbeln. Nun begründet sie ihre Kehrtwende mit Sicherheitsbedenken und Problemen, die durch die großzügigeren Einreiseregeln entstanden seien. Demnach wurde die 60-Tage-Visafreiheit auch genutzt, um illegal Geschäfte zu betreiben oder dauerhaft im Land zu bleiben. 

Zudem könnten die nötigen Visa für längere Aufenthalte mittlerweile leicht digital beantragt werden, hieß es. Das geht auf dem entsprechenden E-Visa-Portal des thailändischen Außenministeriums. 

Wer seine erlaubte Aufenthaltsdauer überschreitet, muss laut Auswärtigem Amt mit Geld- und schlimmstenfalls Haftstrafen rechnen.

Der Blick vom mehr als 300 Meter hohen Wolkenkratzer King Power Mahanakhon über Bangkok ist besonders beim Sonnenuntergang beliebt. Carola Frentzen/dpa

Der Blick vom mehr als 300 Meter hohen Wolkenkratzer King Power Mahanakhon über Bangkok ist besonders beim Sonnenuntergang beliebt. Carola Frentzen/dpa

© Carola Frentzen/dpa

Die Änderung kommt in einer schwierigen Phase für den thailändischen Tourismus. Nach offiziellen Angaben sind die internationalen Ankünfte in diesem Jahr weiter rückläufig. Das Königreich, das für seine Strände, Tempel und Märkte sowie seine vibrierende Metropole Bangkok bekannt ist, verzeichnete von Januar bis Ende August knapp 21 Millionen ausländische Besucher - rund drei Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025. 

Im Gesamtjahr 2025 reisten weniger als 33 Millionen Gäste aus aller Welt an. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2019, direkt vor der Corona-Pandemie, kamen knapp 40 Millionen internationale Touristen.

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