Panorama

Mehrjährige Haftstrafe nach lebensgefährlicher Messerattacke

In der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft in Neuss wird ein Bewohner der Einrichtung mit einem Messer schwer verletzt. Im Prozess um die Tat ist jetzt das Urteil gefallen.

Von dpa

11.05.2026

Haftstrafe nach Messerattacke in Neuss. (Symbolbild)Oliver Berg/dpa

Haftstrafe nach Messerattacke in Neuss. (Symbolbild)Oliver Berg/dpa

© Oliver Berg/dpa

Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke auf einen jungen Mann in Neuss ist ein 30-jähriger Angeklagter zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Düsseldorf sprach den Syrer wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung schuldig. 

Nach Überzeugung der Strafkammer hatte der Angeklagte am Abend des 19. November 2025 bei einem Treffen vor einem Flüchtlingsheim dem 20-jährigen Bewohner der Einrichtung unvermittelt ein Messer in den Bauch gerammt. 

Der mutmaßliche Täter war damals schließlich von mehreren Passanten und Sicherheitskräften des Flüchtlingsheims überwältigt worden. Der 30-jährige Mann wurde festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Die Richter gehen davon aus, dass der Hintergrund der Tat ein Streit um Geld war. „Genau aufklären konnten wir das nicht“, räumte der Vorsitzende Richter Rainer Drees ein. Auch das Opfer, das den Messerangriff überlebt hatte und als Nebenkläger im Prozess auftrat, habe wenig zur Klärung beitragen können.

Der Staatsanwalt hatte im Prozess viereinhalb Jahre Haft gefordert. Der Verteidiger des Angeklagten hatte eine angemessene Haftstrafe angeregt.

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