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Mehr Grün statt Grau zum Park(ing) Day gefordert

Rasenteppich statt Asphalt: Aktionen in mehreren hessischen Städten wollen über die Folgen von zu viel Autoverkehr und mögliche Alternativen aufklären.

Von dpa

18.09.2025

Auch in hessischen Städten soll der Parking Day auf die Probleme mit zu dichtem Autoverkehr aufmerksam machen. (Symbolbild) Bernd Thissen/dpa

Auch in hessischen Städten soll der Parking Day auf die Probleme mit zu dichtem Autoverkehr aufmerksam machen. (Symbolbild) Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

Grünflächen statt Parkplätze - diese Forderung steht im Mittelpunkt des „Park(ing) Day“, der Ende dieser Woche international begangen wird. In Hessen gibt es Aktionen unter anderem in Frankfurt, Kassel, Darmstadt und Marburg.

Interessierte können sich dabei beispielsweise über Alternativen zum eigenen Auto informieren, wie der Verkehrsclub Deutschland mitteilt. Dazu zählten neben Bussen und Bahnen das Carsharing, sagt Mathias Biemann vom VCD Rhein-Main. 

„Alle, die das Auto nicht als einzige Antwort auf ihre Mobilitätsbedürfnisse sehen, sollten den Schritt wagen, das eigene Auto zu verkaufen und auf Carsharing umsteigen. Das schafft Platz für mehr Grün und sichere Bewegung auf Geh- und Radwegen“, appelliert Biemann. Zudem falle die ständige Sorge um Inspektionen und Reparaturen weg.

Lebensqualität statt Parkplatz

Der „Park(ing) Day“ wurde 2005 in San Francisco ins Leben gerufen. Er findet jährlich rund um den dritten Freitag im September statt. Das Wortspiel soll auf den gewünschten Übergang von Parkplätzen in Grünflächen, also Parks, hinweisen. 

Auf graue Parkplätze werden beispielsweise grüne Rasenteppiche gelegt, Tische und Stühle aufgestellt für gemeinsame Brettspiele oder gemeinsames Musizieren. Dies soll auf die Einbußen von Lebensqualität aufgrund von übertriebenem Autoverkehr in Städten aufmerksam machen. 

In Frankfurt laden Umwelt- und Verkehrsverbände am Samstag zum Schweizer Platz im Stadtteil Sachsenhausen ein, in Kassel zum Karl-Marx-Platz. In Darmstadt ist eine Aktion in der Lincoln-Siedlung geplant, in Marburg bereits am Freitagnachmittag in der Gutenbergstraße.

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