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Ludwigshafen: Staatsanwaltschaft sieht „Eingriff von außen“

Die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz klagt über schwere Probleme mit ihrem IT-Netz. Welche bisherigen Erkenntnisse haben die Ermittler?

Von dpa

13.11.2025

Der Staatsanwaltschaft zufolge liegen zur IT-Störung noch keine konkreten Täterhinweise vor. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa

Der Staatsanwaltschaft zufolge liegen zur IT-Störung noch keine konkreten Täterhinweise vor. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Die schweren IT-Probleme der Stadtverwaltung Ludwigshafen haben der Staatsanwaltschaft zufolge externe Ursachen. „Nach den bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass es sich um einen unberechtigten Eingriff von außen handelte“, teilte die Anklagebehörde in Frankenthal auf Anfrage mit.

„Ob dieser gezielt gegen die Stadt Ludwigshafen gerichtet war, steht hingegen noch nicht fest. Derzeit liegen noch keine konkreten Täterhinweise vor.“ Die Staatsanwaltschaft verwies darauf, dass die Ermittlungen momentan vom Fachkommissariat Cybercrime des Polizeipräsidiums Rheinpfalz geführt würden. Über die Angaben der Anklagebehörde hatte zuvor der SWR berichtet.

„Das ist eine Kraftanstrengung“

Innenminister Michael Ebling (SPD) hatte am Mittwoch gesagt, er könne bisher weder bestätigen noch ausschließen, dass ein hybrider Angriff hinter den seit Tagen andauernden Problemen stecke. Das Landeskriminalamt (LKA) sei in die Ermittlungen eingebunden. Die Rekonstruktion des Netzes in einer hart betroffenen Verwaltung laufe aber sehr gut. „Das ist eine Kraftanstrengung.“

Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck hatte zuvor mitgeteilt, dass kein Datenabfluss festgestellt worden sei. „Es wurden keine Daten verschlüsselt, und es liegt keine Erpressernachricht vor“, betonte die parteilose Politikerin. Die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz könne auf Daten zugreifen.

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