Kugelbombe entdeckt: Leitungen nahe Fundort führten Strom
Der RWE-Werksschutz bei Frimmersdorf fand den Feuerwerkskörper in der Nähe eines Strommasts. Zu den Hintergründen wird weiter ermittelt.
Die Hintergründe waren laut Polizei weiter unklar. (Symbolbild)David Inderlied/dpa
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Nach dem Fund eines eingewickelten Feuerwerkskörpers im Umfeld des stillgelegten Kohlekraftwerks Frimmersdorf sind die Hintergründe weiterhin unklar. Wie ein Sprecher der Polizei des Rhein-Neuss-Kreises auf Anfrage mitteilte, standen die Leitungen des Mastes, in deren unmittelbarer Nähe die sogenannte Kugelbombe gefunden wurde, unter Strom.
Der Gegenstand war am Mittwoch in 10 bis 15 Metern Entfernung zu dem Mast durch den RWE-Werksschutz gefunden worden. Laut dem Polizeisprecher wurde bislang keine Zündvorrichtung gefunden. Der Feuerwerkskörper sei mit Klebeband umwickelt und etwa „handballgroß“ gewesen. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes hatten ihn demnach unschädlich gemacht und sichergestellt.
Bislang kein Zusammenhang zu Sabotage-Aktionen
Bei einer Explosion hätte er laut den Experten „keinen Schaden anrichten können“, hatte die Polizei mitgeteilt. Sie hat keinen Hinweis darauf, dass es einen Versuch gab, den in Klebeband eingewickelten Feuerwerkskörper zu zünden. Wie lange der Gegenstand dort lag, ist ebenfalls weiter unbekannt. Ein Zusammenhang zu den Sabotage-Aktionen auf Stromleitungen Anfang September sei derzeit nicht erkennbar, so der Polizeisprecher.